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Gesünder leben?

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Blasen behandeln und vorbeugen: Was wirklich hilft

Eine neue Wanderung, ein vermeintlich bequemer Schuh und plötzlich brennt die Ferse bei jedem Schritt. Blasen an den Füssen können jede Aktivität zur Tortur machen. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie sie entstehen, wie man sie richtig behandelt und vor allem, wie man Blasen vorbeugt.

Wie entstehen Blasen an den Füssen?

Blasen entstehen durch Reibung, Druck und Feuchtigkeit. «Sitzen Schuhe oder Socken nicht optimal, oder sind sie feucht, kommt es zu erhöhter mechanischer Belastung», erklärt Sandy Fröse, Geschäftsführerin der Medbase Apotheke Allschwil. Dabei lösen sich die oberen Hautschichten voneinander, und im entstandenen Hohlraum sammelt sich Flüssigkeit. Bei stärkerer Belastung kann auch Blut eingelagert werden. Hält der Druck an, kann die Blase aufplatzen. Es entsteht eine offene, schmerzhafte Wunde mit erhöhtem Infektionsrisiko.

Blasen vorbeugen: So schützt du deine Füsse

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Blasen lassen sich am Fuss oft vermeiden, wenn du Reibung reduzierst und auf die richtige Ausrüstung achtest. Mit ein paar einfachen Massnahmen kannst du das Risiko deutlich reduzieren:

  • Wähle passende Schuhe: Sie sollten weder zu eng noch zu weit sein. Besonders wichtig ist, dass die Ferse stabil im Schuh sitzt, ohne zu drücken oder zu reiben.
  • Achte auf ein gutes Abrollen: Vor allem bei Wander- und Bergschuhen, da dies entscheidend für eine gleichmässige Belastung ist.
  • Trage geeignete Socken: Funktionssocken regulieren Feuchtigkeit besser und verrutschen weniger als Wollsocken (mit Ausnahme von Socken aus Merinowolle).
  • Reagiere frühzeitig: Klebe die betroffenen Stellen frühzeitig mit Tape, Heft- oder Blasenpflaster ab (trocken und faltenfrei). Pausiere bei den ersten Anzeichen, wie Reibung oder Rötung, und schütze die betroffenen Stellen.
  • Teste die neue Ausrüstung: Laufe neue Schuhe und Socken vor längeren Touren ein. Hast du ein gut funktionierendes Socken-Schuhkonzept? Bewährte Kombinationen solltest du beibehalten.
  • Sei vorbereitet: Blasenpflaster und Desinfektionsspray gehören in jede Ausrüstung.

Blasen am Fuss behandeln: So heilen Blasen richtig

Blasen behandelst du am Fuss am besten, indem du sie intakt lässt, vor Reibung schützt und sauber abdeckst. Sie gehören zu den häufigsten Hautverletzungen im Alltag. Die gute Nachricht: «In den meisten Fällen heilen sie von selbst, und zwar innerhalb von 1 bis 2 Wochen. Vorausgesetzt, du behandelst sie richtig», weiss die Apothekerin. 

Darauf solltest du achten:

  • Blase intakt lassen: Die Haut darüber wirkt wie ein natürlicher Schutzfilm und schützt vor Infektionen.
  • Druck reduzieren: Vermeide weitere Reibung, etwa durch passendere Schuhe oder Polsterung.
  • Abdecken: Pflaster, idealerweise Blasenpflaster, schützt die Stelle und unterstützt die Heilung.

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Sollte man Blasen aufstechen oder nicht?

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Eine intakte Blase ist der beste Schutz vor Infektionen und heilt meist am schnellsten.

In den meisten Fällen solltest du Blasen nicht aufstechen, da die Haut sie vor Infektionen schützt und so die Heilung unterstützt. Aus medizinischer Sicht erfüllt die Blase eine wichtige Schutzfunktion. Sandy Fröse erklärt: «Die intakte Haut über der Blase wirkt wie ein natürlicher, steriler Verband, der das darunterliegende Gewebe vor Keimen schützt und die Heilung unterstützt.» Wird die Blase unnötig geöffnet, geht dieser Schutz verloren und das Risiko für Infektionen steigt deutlich.

Ausnahme: Ein kontrolliertes Öffnen einer Blase kann sinnvoll sein, wenn:

  • die Blase sehr gross ist
  • sie stark unter Druck steht
  • sie sich an einer belasteten Stelle befindet (z. B. Fusssohle)

In solchen Fällen kann das Ablassen der Flüssigkeit Schmerzen reduzieren und verhindern, dass die Blase unkontrolliert aufreisst.

Wichtig dabei:

  • nur unter sauberen, hygienischen Bedingungen öffnen
  • nicht komplett entfernen: Das Blasendach, die oberste Hautschicht, sollte erhalten bleiben
  • anschliessend steril abdecken

Wie behandelt man eine offene Blase?

«Wenn die Blase bereits offen ist, sollte man sie am besten mit einem Hydrokolloid-Blasenpflaster schützen», so Sandy Fröse. Diese speziellen Pflaster können auch auf offenen Blasen verwendet werden. Sie schützen vor Keimen, unterstützen die Bildung eines feuchten Wundmilieus, lindern Schmerzen und beschleunigen die Heilung. Wie du Blasenpflaster korrekt anwendest, erklären wir dir hier.

Wann sollte man die Blase einer medizinischen Fachperson zeigen?

In den meisten Fällen sind Blasen harmlos. Eine medizinische Fachperson sollte bei diesen Anzeichen aufgesucht werden:

  • Anzeichen einer Infektion: Eiter, Rötung, Überwärmung oder zunehmende Schmerzen
  • Verzögerte Heilung: Die Blase heilt nicht oder verschlechtert sich
  • Bei starken Schmerzen oder grossen Wunden
  • Vorerkrankungen: etwa Diabetes oder Durchblutungsstörungen

Auf was muss man bei Blasenpflastern achten?

Blasenpflaster helfen, Blasen am Fuss schneller zu heilen, indem sie Druck reduzieren und ein feuchtes Wundmilieu schaffen. Sie wirken druckentlastend und können Schmerzen spürbar reduzieren.

So wendest du Blasenpflaster richtig an:

  • Pflaster auf trockene, saubere Haut kleben
  • mehrere Tage auf der Haut belassen, nicht täglich wechseln
  • erst entfernen, wenn sich darunter neue Haut gebildet hat

Wichtig: Die abgelöste Haut sollte nicht entfernt werden, da sie die Wunde zusätzlich schützt. Erst, wenn die Haut vollständig trocken ist, können Reste vorsichtig entfernt werden.

Blasenpflaster eignen sich auch zur Vorbeugung und können gezielt auf empfindliche Stellen geklebt werden.

Häufige Fragen zu Blasen an den Füssen

Blasenpflaster können problemlos auf offene Blasen geklebt werden. Wichtig ist, dass man die Wunde zuerst reinigt, etwa mit einem alkoholfreien Wundspray, bevor man das Pflaster auf die Blase klebt.

Ja. Hydrokolloid-Pflaster schaffen ein feuchtes Milieu, das die Heilung unterstützt und die Hautregeneration beschleunigt. Sie wirken wie eine zweite Haut.

Das Weisse ist ein Gel aus dem Hydrokolloid des Pflasters. Es entsteht durch die Aufnahme von Wundflüssigkeit und schafft ein feuchtes Heilungsmilieu, das die Hautregeneration unterstützt.

Blasenpflaster sollten mehrere Tage auf der Haut bleiben, bis sie sich von selbst lösen oder die Heilung weit fortgeschritten ist. Häufiges Wechseln kann den Heilungsprozess stören.

Am schnellsten heilen Blasen, wenn sie intakt bleiben, sauber gehalten und mit einem Pflaster geschützt werden, auch vor weiterer Reibung.

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