Eine neue Wanderung, ein vermeintlich bequemer Schuh und plötzlich brennt die Ferse bei jedem Schritt. Blasen an den Füssen können jede Aktivität zur Tortur machen. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie sie entstehen, wie man sie richtig behandelt und vor allem, wie man Blasen vorbeugt.
Blasen entstehen durch Reibung, Druck und Feuchtigkeit. «Sitzen Schuhe oder Socken nicht optimal, oder sind sie feucht, kommt es zu erhöhter mechanischer Belastung», erklärt Sandy Fröse, Geschäftsführerin der Medbase Apotheke Allschwil. Dabei lösen sich die oberen Hautschichten voneinander, und im entstandenen Hohlraum sammelt sich Flüssigkeit. Bei stärkerer Belastung kann auch Blut eingelagert werden. Hält der Druck an, kann die Blase aufplatzen. Es entsteht eine offene, schmerzhafte Wunde mit erhöhtem Infektionsrisiko.
Blasen lassen sich am Fuss oft vermeiden, wenn du Reibung reduzierst und auf die richtige Ausrüstung achtest. Mit ein paar einfachen Massnahmen kannst du das Risiko deutlich reduzieren:
Blasen behandelst du am Fuss am besten, indem du sie intakt lässt, vor Reibung schützt und sauber abdeckst. Sie gehören zu den häufigsten Hautverletzungen im Alltag. Die gute Nachricht: «In den meisten Fällen heilen sie von selbst, und zwar innerhalb von 1 bis 2 Wochen. Vorausgesetzt, du behandelst sie richtig», weiss die Apothekerin.
Darauf solltest du achten:
Eine intakte Blase ist der beste Schutz vor Infektionen und heilt meist am schnellsten.
In den meisten Fällen solltest du Blasen nicht aufstechen, da die Haut sie vor Infektionen schützt und so die Heilung unterstützt. Aus medizinischer Sicht erfüllt die Blase eine wichtige Schutzfunktion. Sandy Fröse erklärt: «Die intakte Haut über der Blase wirkt wie ein natürlicher, steriler Verband, der das darunterliegende Gewebe vor Keimen schützt und die Heilung unterstützt.» Wird die Blase unnötig geöffnet, geht dieser Schutz verloren und das Risiko für Infektionen steigt deutlich.
Ausnahme: Ein kontrolliertes Öffnen einer Blase kann sinnvoll sein, wenn:
In solchen Fällen kann das Ablassen der Flüssigkeit Schmerzen reduzieren und verhindern, dass die Blase unkontrolliert aufreisst.
Wichtig dabei:
«Wenn die Blase bereits offen ist, sollte man sie am besten mit einem Hydrokolloid-Blasenpflaster schützen», so Sandy Fröse. Diese speziellen Pflaster können auch auf offenen Blasen verwendet werden. Sie schützen vor Keimen, unterstützen die Bildung eines feuchten Wundmilieus, lindern Schmerzen und beschleunigen die Heilung. Wie du Blasenpflaster korrekt anwendest, erklären wir dir hier.
In den meisten Fällen sind Blasen harmlos. Eine medizinische Fachperson sollte bei diesen Anzeichen aufgesucht werden:
Blasenpflaster helfen, Blasen am Fuss schneller zu heilen, indem sie Druck reduzieren und ein feuchtes Wundmilieu schaffen. Sie wirken druckentlastend und können Schmerzen spürbar reduzieren.
So wendest du Blasenpflaster richtig an:
Wichtig: Die abgelöste Haut sollte nicht entfernt werden, da sie die Wunde zusätzlich schützt. Erst, wenn die Haut vollständig trocken ist, können Reste vorsichtig entfernt werden.
Blasenpflaster eignen sich auch zur Vorbeugung und können gezielt auf empfindliche Stellen geklebt werden.
Blasenpflaster können problemlos auf offene Blasen geklebt werden. Wichtig ist, dass man die Wunde zuerst reinigt, etwa mit einem alkoholfreien Wundspray, bevor man das Pflaster auf die Blase klebt.
Ja. Hydrokolloid-Pflaster schaffen ein feuchtes Milieu, das die Heilung unterstützt und die Hautregeneration beschleunigt. Sie wirken wie eine zweite Haut.
Das Weisse ist ein Gel aus dem Hydrokolloid des Pflasters. Es entsteht durch die Aufnahme von Wundflüssigkeit und schafft ein feuchtes Heilungsmilieu, das die Hautregeneration unterstützt.
Blasenpflaster sollten mehrere Tage auf der Haut bleiben, bis sie sich von selbst lösen oder die Heilung weit fortgeschritten ist. Häufiges Wechseln kann den Heilungsprozess stören.
Am schnellsten heilen Blasen, wenn sie intakt bleiben, sauber gehalten und mit einem Pflaster geschützt werden, auch vor weiterer Reibung.