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Gesünder leben?

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Rückenschmerzen loswerden: Tipps für Behandlung und Prävention

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Rückenschmerzen gehören für viele zum Alltag. Umso wichtiger sind Bewegung und ein rückenschonender Alltag zur Vorbeugung. Doch was hilft, wenn es trotzdem im Kreuz zieht? Wir zeigen, was Beschwerden lindern und verhindern kann.

Wie verhältst du dich bei Rückenschmerzen?

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Wie verhältst du dich bei Rückenschmerzen? ( Teilnehmer)

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Rückenschmerzen sind weit verbreitet: Rund 8 von 10 Menschen haben mindestens einmal in ihrem Leben Rückenschmerzen. Die Beschwerden können Menschen jeden Alters betreffen und verschiedene Ursachen haben. Häufig spielen Muskelverspannungen, Fehlhaltungen im Alltag, mangelnde Bewegung oder auch Stress eine Rolle. Rückenschmerzen können plötzlich auftreten oder sich schleichend entwickeln und den Alltag unterschiedlich stark beeinträchtigen.

Welche Arten von Rückenschmerzen gibt es?

Der Rücken ist ein komplexes Konstrukt aus Knochen, Muskeln, Bändern und Nerven. Rückenschmerzen sind deshalb nicht gleich Rückenschmerzen. Je nach Ursache, Verlauf und Art der Beschwerden lassen sie sich unterschiedlich einordnen:

Unspezifische Rückenschmerzen sind die häufigste Form. Sie lassen sich nicht eindeutig auf eine bestimmte körperliche Erkrankung oder Verletzung zurückführen, sind in den meisten Fällen harmlos und klingen oft nach einigen Tagen oder wenigen Wochen von selbst wieder ab. Spezifische Rückenschmerzen hingegen haben eine klar erkennbare Ursache, zum Beispiel einen Bandscheibenvorfall. 

Akute Rückenschmerzen treten plötzlich auf und entstehen häufig durch eine Verletzung, eine Überbelastung oder eine ungewohnte Bewegung. Oft bessern sie sich innerhalb kurzer Zeit wieder von selbst. Chronische Rückenschmerzen dauern länger als drei Monate an oder kehren regelmässig zurück. 

Mechanische Rückenschmerzen entstehen durch Probleme an Muskeln, Bändern, Gelenken oder der Wirbelsäule. Sie treten oft bei Bewegung auf und können sich durch bestimmte Aktivitäten verstärken. Nicht-mechanische Rückenschmerzen haben hingegen andere Ursachen, etwa Erkrankungen innerer Organe wie der Nieren, des Magens oder des Darms. Sie sind oft schwieriger zu erkennen und einer Ursache zuzuordnen.

Radikuläre Rückenschmerzen entstehen, wenn eine Nervenwurzel im Bereich der Wirbelsäule gereizt oder eingeengt wird. Typische Symptome sind neben Schmerzen auch Taubheit oder Kribbeln in den Beinen.

Wann sollte man bei Rückenschmerzen zum Arzt?

Wenn zusätzlich zu den Rückenschmerzen eines der folgenden Warnzeichen auftritt, solltest du ärztlichen Rat einholen:

  • Starke Schmerzen, insbesondere nachts, die nicht nachlassen
  • Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln im Rücken, im Genitalbereich, in den Beinen oder Armen
  • Schwierigkeiten, die Füsse wie gewohnt zu bewegen
  • Probleme beim Wasserlassen oder wenn du Urin oder Stuhl nicht mehr kontrollieren kannst
    Hierbei handelt es sich um einen Notfall und es sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Erste Hilfe: Was tun bei akuten Rückenschmerzen?

Wärme oder Kälte?

Wärme fördert die Durchblutung und entspannt verspannte Muskeln, während Kälte die Blutgefässe verengt, die Durchblutung verringert und Schmerzen vorübergehend lindern kann. 

Schmerzmittel

Schmerzmittel können bei Rückenschmerzen kurzfristig helfen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Wichtig ist, sie regelmässig und in der mit dem Arzt abgesprochenen Dosis einzunehmen – auch wenn die Beschwerden zwischendurch nachlassen. Je nach Wirkstoff wirken sie nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend. Alternativen zu Tabletten sind Schmerzgele oder Schmerzpflaster.

Aber aufgepasst: Schmerzmittel lindern die Beschwerden, behandeln jedoch nicht die Ursache.

Wärme

Wärme kann bei Rückenschmerzen entspannend wirken, die Muskulatur lockern und Verspannungen lösen. Wohltuend sind zum Beispiel ein Bad in körperwarmem Wasser, ein Saunabesuch, Wärmepflaster oder ein Kirschkernkissen.

Gut zu wissen: Wenn eine akute Verletzung oder eine Entzündung hinter den Schmerzen steckt, ist Kälte die bessere Wahl. 

Rückenschmerz-Broschüre

Wie ist der Rücken aufgebaut, welche Ursachen können Rückenschmerzen haben und wie werden sie diagnostiziert? In der Rückenschmerz-Broschüre findest du alle wichtigen Infos.

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Massage

Massagen oder auch osteopathische Behandlungen können helfen, lokale Blockaden, Verspannungen und Verhärtungen zu lösen. Wichtig ist, diese Behandlungen von einer qualifizierten Fachperson durchführen zu lassen.

Bewegung oder Bettruhe?

Bei Rückenschmerzen ist Bewegung in den meisten Fällen besser als Bettruhe. Wer sich schont und eine Schonhaltung einnimmt, entlastet den Rücken zwar kurzfristig, oft verspannen sich die Muskeln dadurch aber noch mehr und die Beschwerden können länger anhalten. Leichte Bewegung, zum Beispiel Spazieren, Dehnen oder sanfte Alltagsaktivitäten, hilft dem Rücken meist besser als langes Liegen.

Wie werden regelmässig auftretende Rückenschmerzen behandelt?

Chronische Rückenschmerzen haben meist nicht nur eine einzige Ursache. Häufig wirken verschiedene Faktoren zusammen, zum Beispiel Bewegungsmangel, Fehlbelastungen oder eine ungünstige Körperhaltung im Alltag, aber auch Stress kann die Beschwerden verstärken. Deshalb sollte die Behandlung ebenfalls an mehreren Punkten ansetzen.

Medikamentöse Behandlung

Medikamente sind bei Rückenschmerzen nur ein Teil der Behandlung und spielen meist eine eher untergeordnete Rolle. Sie sollten möglichst nur kurzfristig und nach Empfehlung einer medizinischen Fachperson eingenommen oder angewendet werden. 

Physikalische Therapie

Die physikalische Therapie kann nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch die Beweglichkeit verbessern. Welche Methoden infrage kommen, hängt von den Beschwerden, der Diagnose und den individuellen Bedürfnissen ab. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Massagen
  • Wärme- und Kältetherapie
  • Elektrotherapie
  • Ultraschall

Ergänzend dazu können auch Beratungen zu Haltung, Ergonomie und rückenschonendem Verhalten sinnvoll sein. 

Rückenschmerzen vorbeugen: Worauf sollte man im Alltag achten?

Die Prävention ist das A und O, wenn es um einen gesunden Rücken geht. Schon kleine Massnahmen im Alltag helfen dabei, den Rücken zu entlasten und langfristig gesund zu halten.

  1. Schone deinen Rücken im Alltag
    Achte darauf, einseitige Belastungen möglichst zu vermeiden. Trage zum Beispiel lieber einen Rucksack statt einer einseitigen Tasche und verteile Einkäufe gleichmässig auf beide Seiten. Wenn du schwere Dinge heben oder tragen musst, nutze die Kraft deiner Beine: Geh zum Aufheben in die Hocke, statt dich zu bücken, und halte die Last dabei möglichst nah am Körper.
  2. Bleib auch bei sitzenden Tätigkeiten in Bewegung
    Wenn du viel sitzt, solltest du regelmässig aufstehen und dich zwischendurch bewegen. Schon kurze Dehnübungen, ein kleiner Spaziergang oder ein Wechsel der Sitzposition können helfen. Wichtig ist, deine Körperhaltung immer wieder zu variieren und langes, starres Sitzen zu vermeiden.
  3. Bleib aktiv und stärke deine Rückenmuskulatur
    Regelmässige Bewegung hilft, deinen Rücken gesund zu halten. Sie stabilisiert die Wirbelsäule und stärkt die Rückenmuskulatur. Besonders rückenfreundlich sind Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen oder Radfahren. Beim Krafttraining ist es ausserdem wichtig, die Muskulatur ausgewogen aufzubauen. So lassen sich muskuläre Dysbalancen vermeiden oder bestehende einseitige Belastungen zumindest nicht weiter verstärken.
  4. Achte auf ein gesundes Körpergewicht
    Übergewicht kann deine Wirbelsäule zusätzlich belasten und Rückenschmerzen verstärken. Wenn du Gewicht reduzierst, kann das helfen, die Belastung zu verringern und Beschwerden zu lindern.
  5. Reduziere Stress und sorge für Entspannung
    Stress kann Muskelverspannungen fördern und dadurch Rückenschmerzen begünstigen. Ausreichend Schlaf, Erholungsphasen im Alltag und eine ausgewogene Work-Life-Balance sind deshalb wichtig. Auch Entspannungsmethoden wie Meditation oder Autogenes Training können helfen.

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