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So wirkt die Kerze auf unsere Gesundheit

Je dunkler die Jahreszeit, umso heller flackern die kleinen Flammen. Kerzen stehen für Romantik und Gemütlichkeit. Warum das so ist und worauf wir achten sollten.

Licht ist ein Lebenselixier, das alles beeinflusst. Es regelt den Biorhythmus und den Stoffwechsel. Um gesund zu bleiben, benötigt man das richtige Licht zur richtigen Zeit. Kerzenlicht hat Menschen schon immer fasziniert, zumal es auch noch wärmt und entspannt. In der Vergangenheit hat die Flamme einer Kerze als Lichtquelle eine zentrale Rolle gespielt. Es gab schlichtweg nichts anderes, bis die Erfolgsgeschichte des elektrischen Lichts im Laufe des 19. Jahrhunderts begann.

Wie wirkt Kerzenlicht auf uns?

Die leichten und langsamen Bewegungen der Flamme haben eine beruhigende Wirkung. Kerzenlicht ist zudem viel weniger grell als das herkömmlicher Lampen, was zusätzlich entspannt. Durch den hohen Rot-Anteil des Lichts schüttet der Körper zudem ungestört Melatonin aus, ein Hormon, das den Schlaf-Wach-Zyklus reguliert. Kerzen sind also abends vor dem Schlafengehen Lichtquellen mit viel Blauanteil wie zum Beispiel Handy, Computer oder Fernseher vorzuziehen. 

Wer unter Konzentrationsstörungen, Angstgefühlen oder Stress leidet, sollte einmal für wenige Minuten eine Kerzenflamme aus kurzer Distanz fixieren. Der Geist beruhigt sich, Entspannung stellt sich ein. Um ein allgemeines Gefühl der Behaglichkeit zu erzeugen, braucht es mehrere kleine «Feuerchen», am besten in einem Raum gut verteilt. Wem das zu brenzlig wird, der kann auf Teelichter ausweichen.

Wie wirken Duftkerzen auf uns?

Mit Aromen in Form von Duftkerzen kann man die entspannende Wirkung zusätzlich steigern: Lavendelessenzen beruhigen die Nerven, Jasmin und Kamille sorgen für Entspannung.

(Fortsetzung weiter unten…)

Weitere Tipps für Ihre Entspannung

Aus welchem Wachs bestehen Kerzen?

Die meisten Kerzen, die heute verkauft werden, bestehen aus Paraffin, einem Abfallprodukt, das bei der Schmierölproduktion entsteht. Bei billigen Paraffinkerzen ist denn auch Vorsicht geboten: Sie könnten beim Abbrennen gesundheitsschädliche Substanzen freisetzen. Kerzen aus Stearin sind eine Alternative zu Paraffinkerzen. Stearin wird aus tierischen Fetten oder pflanzlichen Ölen wie Palm- oder Sojaöl gewonnen. Kerzen aus Bienenwachs sind im Vergleich zu den anderen die umweltfreundlichsten und erst noch besser für die Gesundheit. Sie sind jedoch auch wesentlich teurer.

Ist Kerzenrauch schädlich?

«Für gesunde Menschen ist Kerzenrauch in kleinen, normalen Mengen nicht schädlich», sagt Michael Schlunegger, Geschäftsführer der Organisation Lunge Zürich. Der Rauch, der beim Auspusten von Kerzen entsteht, ist zwar ähnlich ungesund wie Tabakrauch, da es sich dabei um Feinstaub handelt. Ein Problem ist das allerdings meist nur für empfindliche und lungenkranke Personen. Bei ihnen kann der Feinstaub Hustenanfälle oder Atemwegsirritationen auslösen.

Die Kerzen von Reichen bestanden im Mittelalter bereits aus Bienenwachs. Einfache Leute mussten sich mit billigen aus Talg und Fett hergestellten Kerzen zufriedengeben, die stark russten und stanken.

Woran erkennt man qualitativ gute Kerzen und wie brennen sie gut und ohne Russ?

Tipps zum Umgang mit Kerzen
  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt.
  • Seien Sie vorsichtig im Umgang mit den Kerzenflammen: Sie können bis zu 1400 Grad heiss werden.
  • Platzieren Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen und Vorhängen.
  • Seien Sie auch vorsichtig bei offenen Festern: Manchmal genügt ein Windstoss, damit eine Flamme in eine andere Richtung flackert und umliegende Gegenstände in Brand setzt.
  • Lüften Sie richtig. Der Verein Lunge Zürich empfiehlt «Stosslüften»: drei bis fünf Mal täglich jeweils fünf bis zehn Minuten die Fenster ganz öffnen.
  • Entfernen Sie Dekorationen wie Bänder und Maschen.
  • Lassen Sie Kinder und Tiere nie alleine mit Kerzen in einem Zimmer.
  • Löschen Sie Kerzen vor dem Einschlafen rechtzeitig aus!

Am RAL-Gütezeichen. «Kerzen, die dieses Label tragen, tropfen nicht und sind russ- und raucharm», sagt Alain Balthasar, Geschäftsführer des Schweizer Kerzenherstellers Balthasar. Und: Die Hersteller haben sich verpflichtet, keine schadstoffbelastenden Rohstoffe, Farben oder Lacke zu verwenden.

An besten stellt man Kerzen an einen Ort ohne Durchzug. Luftstösse lassen die Flammen flackern, dadurch produzieren sie mehr Russ. Zudem sollte man den Docht kürzen. Die ideale Länge beträgt 10 bis 15 Millimeter, andernfalls franst die Flamme aus und die kleinen schwarzen Schwaden entstehen. Brennen mehrere Kerzen gleichzeitig, sollte der Abstand zwischen ihnen mindestens 10 Zentimeter betragen. Damit keine Brandgefahr besteht, die Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen und allfällige Dekorationen wie Bänder und Maschen entfernen.

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von Linda Leitner,

veröffentlicht am 17.11.2022


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