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Wie Pilates wirkt und was es dazu braucht

Pilates ist ein effizientes Training zur Stärkung der Rumpfmuskulatur und hilft Rückenschmerzen vorzubeugen. Wie die Trainingsmethode funktioniert und worauf es zu achten gilt.

Eine kräftige Rumpfmuskulatur ist wichtig für alle Bewegungen. Im Pilates werden die tiefliegenden Muskeln rund um die Körpermitte gezielt gestärkt. Das fördert eine gesunde Körperhaltung und hilft Rückenschmerzen vorzubeugen.

Was ist Pilates?

«Pilates ist ein ganzheitliches Training mit Fokus auf die Kräftigung der tiefen Rumpfmuskulatur», so Yvonne Schaub, Pilates-Trainerin der Klubschule Migros. Die Übungen werden langsam und kontrolliert ausgeführt und mit der Atmung verbunden. Erfunden wurde die Methode Anfang des 19. Jahrhunderts von Joseph Hubertus Pilates (1883–1967), trainiert wird auf einer Matte am Boden oder an speziellen Pilates-Geräten.

Was bedeutet Powerhouse?

Im Pilates spricht man auch von der Stärkung des Powerhouse. Gemeint ist die Rumpfmuskulatur mit den geraden, schrägen und queren Bauchmuskeln, die Beckenbodenmuskulatur und die tiefen Muskeln rund um die Wirbelsäule.

Was ist der Unterschied zwischen Pilates und Yoga?

Yoga kommt ursprünglich aus Indien und basiert auf einer jahrtausendealten Tradition. Es zielt darauf ab, Körper und Geist miteinander zu verbinden. Pilates ist eine relativ junge Trainingsmethode, bei der die Rumpfstabilität und die Körperwahrnehmung im Zentrum stehen. «Im Pilates wird oft mit instabilen Unterlagen trainiert, um die tiefliegenden Muskeln gezielt anzusprechen und das Gleichgewicht und die Körperkontrolle zu verbessern», sagt Yvonne Schaub.

(Fortsetzung weiter unten…)

Was bewirkt Pilates und was macht es so effektiv?

Das Training der tiefen Muskeln rund um die Körpermitte hilft, die Belastung auf die ganze Wirbelsäule zu verteilen. «Mit Pilates kann man Bewegungsmuster optimieren und Fehlhaltungen vorbeugen, es verbessert die Körperhaltung und Körperwahrnehmung.» Mehrdimensionale Bewegungen (Bewegungen in verschiedene Richtungen) machen die Wirbelsäule beweglicher und Verspannungen können gelöst werden. Eine kräftige Rumpfmuskulatur ist wichtig für alle unsere Bewegungen.

Die Übungen aktivieren die tiefen stabilisierenden Muskeln nahe an den Gelenken. Eine langsame, kontrollierte Ausführung der Bewegungen mit gezielter Unterstützung durch die Atmung ist wichtig. Die Qualität der Bewegungen kommt vor der Quantität.

Welche Geräte braucht es für Pilates?

Die üblichen Trainingsgeräte wie Hanteln, Theraband und Softball. Hinzu kommen spezielle Hilfsmittel wie der Pilates-Ring oder die Pilates-Rolle, die das Training vielfältiger machen und die Übungen intensivieren.  «Bei einem Grossteil der Übungen setzen wir jedoch ganz einfach das eigene Körpergewicht ein», sagt Yvonne Schaub.

Was bringt ein Pilates-Reformer?

Der Reformer ist ein Trainingsgerät mit einer beweglichen Sitzfläche und diversen Seilzügen. Das Federsystem macht das Training noch effizienter, wobei die Gelenke geschont werden. Der Reformer wird vor allem in spezialisierten Pilates-Studios eingesetzt.

Für wen eignet sich Pilates?

Grundsätzlich für alle. Pilates ist ein ideales Training für jede Altersklasse und optimal als ergänzendes Training für viele Sportarten. Auch bei Rückenbeschwerden, nach der Rehabilitation oder beispielsweise nach einer Geburt kann das Training hilfreich sein. Wenn jemand unter akuten Rückenbeschwerden leidet, etwa einem akuten Bandscheibenvorfall, sollte man zuerst die Ärztin oder den Arzt fragen.

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von Susanne Schmid Lopardo,

veröffentlicht am 28.11.2022


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