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Das einfachste Mittel gegen Blasenentzündung

Etwa die Hälfte der Blasenentzündungen können Frauen «wegtrinken». Drei Fläschchen Wasser pro Tag genügen.

Blasenentzündungen gehören bei Frauen zu den häufigsten Gründen, den Arzt aufzusuchen. Die Hälfte solcher Arztbesuche könnte frau sich aber mit einem einfachen Mittel ersparen.

Das Rezept dafür heisst: 500 Milliliter Wasser. Damit lässt sich die Anzahl Blasenentzündungen bei Frauen vor der Menopause halbieren, wie ein Experiment mit 130 Teilnehmerinnen gezeigt hat.

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1,5 Liter Wasser zusätzlich pro Tag

Der zwölf Monate dauernde Versuch sollte beweisen, dass viel trinken Blasenentzündungen wirklich vorbeugt. Alle Teilnehmerinnen hatten im Jahr zuvor drei- bis sechsmal an einer Blasenentzündung gelitten.

In dem Experiment bekamen 64 Frauen zu jeder Mahlzeit eine Halbliterflasche Mineralwasser, die sie bis zur nächsten Mahlzeit austrinken sollten. Insgesamt also 1,5 Liter Wasser pro Tag, zusätzlich zu ihren üblichen Getränken.

Entzündungsrate halb so hoch

Die Frauen in der Vergleichsgruppe änderten hingegen nichts an ihren Trinkgewohnheiten. Sie tranken wie zuvor rund 1,1 Liter Flüssigkeit täglich.

Nach einem Jahr zogen die Forscher Bilanz: Durchschnittlich 1,7 Blasenentzündungen pro Frau in der «Trinkgruppe» verglichen mit 3,2 bei den Frauen in der Vergleichsgruppe. (Lesen Sie unten weiter...)

Weniger Antibiotika nötig

Entsprechend sank auch die Einnahme von Antibiotika in der «Trinkgruppe» deutlich. Ab Beginn des Versuchs hatten diese Frauen im Durchschnitt rund 150 Tage Ruhe vor weiteren Blasenentzündungen. Die Frauen in der Vergleichsgruppe dagegen waren nur etwa 90 Tage beschwerdefrei.

Der Rat «mehr trinken», um Bakterien aus der Blase hinauszuspülen, ist zwar nicht neu. Bisher gab es aber keine überzeugenden Studien, die belegten, dass das auch wirklich funktioniert.

Nachteil: Öfter aufs WC

Der einzige Nachteil dieser harmlosen und wirksamen Therapie: Anstatt sechsmal mussten die Frauen acht bis neun Mal täglich Wasser lösen, wenn sie mehr tranken.

Quelle: «Jama Internal Medicine»

Hilfe aus Grossmutters Trickkiste

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von Dr. med. Martina Frei,

veröffentlicht am 18.07.2019, angepasst am 17.07.2023


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