Internet Explorer wird nicht mehr unterstützt

Für ein optimales Website-Erlebnis bitten wir dich einen aktuellen Webbrowser zu nutzen.

Schliessen

Gesünder leben?

Gesünder leben?

Thrombosen erkennen und richtig handeln

Präsentiert von
sandoz_logo_sponsored-content

Blutgerinnsel sind gefährlich, weil sie Blutgefässe teilweise oder vollständig verschliessen und dadurch die Durchblutung behindern können. Woran erkennt man eine Thrombose, und wie sieht die Behandlung und Prävention aus?

Thrombosen sind häufige Erkrankungen, bei denen ein Blutpfropf den Blutfluss behindert. In Europa sterben jährlich bis zu 500’000 Menschen daran. Die häufigste Komplikation ist eine durch Blutgerinnsel verursachte Lungenembolie. 

Was ist eine Thrombose und wie entsteht sie?

Hast du bereits Erfahrungen mit Thrombosen gemacht?

Zur Auswertung
Zurück zur Frage

Hast du bereits Erfahrungen mit Thrombosen gemacht? ( Teilnehmer)

%
%
%

Die Blutgerinnung ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers: Dabei werden Blutplättchen und Gerinnungsfaktoren aktiviert, um Blutungen zu stoppen. Normalerweise geschieht das, wenn ein Blutgefäss verletzt wird. Schneiden wir uns zum Beispiel beim Kochen in den Finger, bildet sich an der verletzten Stelle ein Gerinnsel, das die Blutung stillt. Anschliessend wird dieses Blutgerinnsel – auch Thrombus genannt – vom Körper in der Regel wieder abgebaut.

Blutgerinnsel können sich jedoch auch in Blutgefässen bilden, ohne dass eine äussere Verletzung sichtbar ist.  Solche Gerinnsel sind gefährlich, weil sie den Blutfluss behindern und das Gewebe schädigen können – entweder am Entstehungsort oder, wenn sie sich lösen und durch die Gefässe wandern, an anderer Stelle.

Von einer Thrombose spricht man also, wenn ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Blutgefäss teilweise oder vollständig verschliesst. 

Reisethrombose

Das Risiko für eine Reisethrombose ist gering, steigt bei Flügen ab vier Stunden jedoch leicht an. Wer bereits eine venöse Thromboembolie hatte und keine gerinnungshemmende Therapie mehr erhält, sollte vorher mit einer medizinischen Person über mögliche Präventionsmassnahmen sprechen. 

Welche Thrombose-Arten gibt es?

Je nachdem, welches Blutgefäss betroffen ist, unterscheidet man zwei Hauptarten von Blutgerinnseln: arterielle und venöse. 

Arterielle Thrombose: Arterielle Thrombosen entstehen in Arterien. Arterien sind die Blutgefässe, die sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den Körper transportieren. Wenn sich Fett, Kalk und andere Stoffe an den Gefässwänden ablagern (sogenannte Arterienverkalkung oder Arteriosklerose) und solche Ablagerungen aufreissen, können sich dort plötzlich Blutgerinnsel bilden und das Blutgefäss einengen oder verschliessen. Wird eine Herzarterie verschlossen, kann es zu einem Herzinfarkt kommen. Wird eine Hirnarterie verschlossen, kann dies einen Schlaganfall auslösen. Eine arterielle Thrombose kann die Blutversorgung wichtiger Organe plötzlich unterbrechen und ist deshalb ein medizinischer Notfall.

Venöse Thrombose (Venenthrombose): Eine venöse Thrombose entsteht, wenn sich in einer Vene ein Blutgerinnsel bildet. Am häufigsten tritt eine solche Thrombose in den tiefen Venen der Beine oder des Beckens auf. Gefährlich wird es, wenn sich ein Teil des Gerinnsels löst und mit dem Blutstrom in die Lunge gelangt. Dort kann es ein Blutgefäss verschliessen und zum Beispiel eine Lungenembolie verursachen. Dies ist die schwerwiegendste Komplikation einer venösen Thrombose und kann lebensbedrohlich sein. 

Welche Faktoren können das Risiko für eine Thrombose erhöhen?

Die Risikofaktoren für Blutgerinnsel in Arterien unterscheiden sich von denen in Venen, und manche Menschen haben eher ein erhöhtes Risiko für das eine als für das andere. Meist entsteht ein Blutgerinnsel durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Dazu gehören typischerweise Veränderungen der Gefässwände, des Blutflusses oder der Gerinnungsneigung unter anderem durch:

  • bestehende Erkrankungen, die das Risiko für die Entstehung von Blutgerinnseln erhöhen, zum Beispiel Herzerkrankungen oder Diabetes
  • Bewegungsmangel oder längere Immobilität, beispielsweise während eines Krankenhausaufenthalts
  • Operationen oder schwere Verletzungen, insbesondere an den Beinen
  • bereits früher aufgetretene Thrombosen oder eine familiäre Vorbelastung
  • die regelmässige Einnahme von Medikamenten, die das Gerinnungsrisiko erhöhen oder Östrogen enthalten, zum Beispiel hormonelle Verhütungsmittel
  • Schwangerschaft sowie die ersten sechs Wochen nach der Geburt
  • Krampfadern
  • zunehmendes Alter 

Aber auch bestimmte Lebensstil-Faktoren können das Risiko für Blutgerinnsel erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • allgemeine Bewegungsarmut
  • Übergewicht oder Adipositas
  • Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte
  • Rauchen
  • Flüssigkeitsmangel

Was sind mögliche Folgen einer Thrombose?

  • Herzinfarkt:
    Ein Gerinnsel, das ein Herzkranzgefäss verstopft, kann einen Herzinfarkt auslösen. Wird die Blutversorgung des Herzens unterbrochen, erhält der Herzmuskel zu wenig Sauerstoff. Bleibt diese Unterversorgung bestehen, kann Herzgewebe absterben. Je länger die Verstopfung unbehandelt bleibt, desto grösser ist der Schaden am Herzen. Wird der Blutfluss nicht rechtzeitig wiederhergestellt, kann das Herz dauerhaft geschädigt werden. 
  • Schlaganfall:
    Ein Blutgerinnsel im Gehirn kann die Versorgung mit sauerstoffreichem Blut unterbrechen und dadurch einen Schlaganfall auslösen. Erhält das Gehirn nicht mehr ausreichend Sauerstoff, beginnt Hirngewebe abzusterben. Deshalb ist es entscheidend, einen Schlaganfall so schnell wie möglich zu behandeln. Je länger er unbehandelt bleibt, desto grösser ist das Risiko bleibender Hirnschäden.
  • Venenthrombose im Bein und Lungenembolie:
    Blutgerinnsel können auch eine tiefe Venenthrombose (TVT) verursachen, die meist die grossen Venen im Bein betrifft. Dabei besteht das Risiko, dass sich ein Gerinnsel löst, mit dem Blutkreislauf weiterwandert und sich in der Lungenarterie festsetzt. Dies wird als Lungenembolie bezeichnet und kann lebensbedrohlich sein. Seltener tritt eine TVT auch in den Armen, im Becken oder in anderen grossen Venen des Körpers auf. 

Wie erkennt man eine Thrombose?

Je nachdem, wo sie auftreten, machen sich Thrombosen unterschiedlich bemerkbar. Gerade am Anfang sind die Symptome oft unspezifisch. Arterielle Thrombosen lösen meist sofort Schmerzen aus, die auch in Ruhe bleiben. Venöse Thrombosen können dagegen fast unbemerkt verlaufen, wenn sich das Gerinnsel von selbst wieder auflöst. 

Symptome einer Thrombose im Arm

Eine Thrombose im Arm ist meist mit grossen Schmerzen verbunden. Ausserdem schwillt der Arm häufig an, und die Venen treten an der Hautoberfläche deutlich hervor. 

Symptome einer Thrombose im Bein

Eine Venenthrombose im Bein kann sich zum Beispiel durch folgende Symptome bemerkbar machen:

  • Das betroffene Bein fühlt sich ungewöhnlich warm an.
  • Es treten Schmerzen im Bein auf — unabhängig davon, ob zuvor eine Belastung stattgefunden hat. Beim Hochlagern lassen die Beschwerden oft nach.
  • An der Innenseite der Fusssohle kann ein Druckschmerz bestehen.
  • Das Bein fühlt sich gespannt an, ähnlich wie bei Muskelkater.
  • Die Wade schmerzt bei Druck.
  • Schmerzen in der Wade können auch auftreten, wenn der Fuss gebeugt wird.
  • Das Bein kann anschwellen.
  • Oberflächliche Venen treten möglicherweise deutlicher hervor.

Wenn sich aus der Venenthrombose eine Lungenembolie entwickelt, können zusätzlich Atemnot, Schwindel und Unruhe auftreten. Eine Lungenembolie ist ein Notfall und kann lebensgefährlich sein. Wenn du diese Anzeichen bemerkst, solltest du sofort den Rettungsdienst rufen. 

Wann sollte man bei einer Thrombose zum Arzt?

Eine mögliche Thrombose darf nicht unterschätzt werden und erfordert umgehend ärztliche Abklärung. Eine schnelle Behandlung hilft, das Gerinnsel einzudämmen, die Durchblutung zu sichern und gefährliche Komplikationen zu verhindern.

Wie kann man Thrombosen vorbeugen?

Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto wichtiger ist die Vorbeugung von Thrombosen. Bei erhöhtem Risiko kann abhängig von der individuellen Situation eine medikamentöse Prävention sinnvoll sein.  Aber auch einfache Massnahmen im Alltag können zur Prävention beitragen: 

  • Regelmässige Bewegung in den Alltag integrieren.
  • Bei langen sitzenden Tätigkeiten zwischendurch immer wieder aufstehen und ein paar Schritte gehen.
  • Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
  • Auf eine ausgewogene Ernährung achten, Übergewicht vermeiden.
  • Nicht rauchen. 
  • Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin regelmässig kontrollieren

Was sind Gerinnungshemmer und wie wirken sie?

Blutverdünner verstehen

Die Broschüre erklärt kurz und verständlich, was Patientinnen und Patienten über Antithrombotika wissen sollten.

→ Jetzt herunterladen

Gerinnungshemmende Medikamente werden häufig Blutverdünner genannt, fachlich heissen sie Antithrombotika. Anders als oft angenommen, verdünnen sie jedoch nicht das Blut, sondern verringern seine Gerinnungsfähigkeit. 

Gerinnungshemmer kommen bei vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zum Einsatz, weil dort ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel besteht. Dazu zählen unter anderem Vorhofflimmern und Herzklappen- oder Stentoperationen, sowie frühere Thrombosen. Sie helfen, Gefässverschlüsse zu verhindern und damit schwere Folgen wie Schlaganfälle zu vermeiden. 

Welche Blutverdünner (Antithrombotika) gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Gerinnungshemmern:

  • Direkte orale Antikoagulantien (DOAK)
  • Vitamin-K-Antagonisten (VKA)
  • Heparine
  • Thrombozytenaggregationshemmer (Plättchenhemmer)

Blutverdünner haben zwar alle das gleiche Ziel, nämlich Blutgerinnsel zu verhindern, wirken jedoch auf unterschiedliche Weise und werden in verschiedenen Verabreichungsformen eingesetzt. Welche Therapie geeignet ist, hängt von der behandelten Erkrankung, dem Alter, weiteren Erkrankungen sowie möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ab. Deshalb sollten Blutverdünner immer nur nach ärztlicher Absprache und unter engmaschiger ärztlicher Begleitung angewendet werden. 

Tipps für die sichere Anwendung von Gerinnungshemmern

Gerinnungshemmer stoppen die Blutgerinnung nicht ganz. Sonst würde man bei einer Verletzung zu stark bluten. Sie sorgen aber dafür, dass das Blut langsamer gerinnt. Deshalb können Blutungen leichter auftreten. Darum sollten Patientinnen und Patienten unter anderem die folgenden Punkte beachten:

  • Nimm die Gerinnungshemmer regelmässig wie verordnet ein. Vergessene Dosen können besonders bei kurzwirksamen Präparaten die Gerinnung deutlich beeinflussen. 
  • Andere Medikamente können die Wirkung von Gerinnungshemmern beeinflussen oder selbst die Gerinnung verändern. Dadurch kann das Risiko für Blutgerinnsel oder Blutungen steigen. Nimm deshalb auch frei erhältliche Medikamente nur nach ärztlicher Rücksprache ein. 
  • Informiere Ärzte vor Operationen oder Zahnbehandlungen. Blutverdünner müssen manchmal frühzeitig abgesetzt werden, um das Blutungsrisiko zu reduzieren. Das Vorgehen muss jedoch immer individuell mit der behandelnden Fachperson festgelegt werden. 
  • Vermeide viel oder regelmässigen Alkohol. Er kann die Wirkung verschiedener Blutverdünner abschwächen. 
  • Vorsicht geboten ist auch bei der Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen und Diclofenac. Die schmerz- und entzündungslindernden Medikamente können das Risiko von Blutungen erhöhen – insbesondere in Kombination mit Gerinnungshemmern. Sprich darum am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über Alternativen zur Behandlung von Schmerzen.

Weitere Fragen zu Thrombosen und Blutverdünnern

Ist eine Thrombose gefährlich?

Ja, eine Thrombose kann gefährlich sein, denn das Gerinnsel kann wichtige Blutgefässe verstopfen. 

Ab wann ist eine Lymphdrainage nach Thrombose möglich?

Bei Verdacht auf eine akute Thrombose darf keine Lymphdrainage erfolgen, da sich das Gerinnsel lösen und eine Lungenembolie auslösen könnte. Nach der Behandlung kann sie wieder sinnvoll sein – wann genau, sollte jedoch unbedingt mit einer ärztlichen Fachperson abgeklärt werden. 

Ist Aspirin ein Blutverdünner?

Aspirin ist vor allem als Schmerzmittel bekannt. Der Arzt oder die Ärztin kann aber auch Aspirin zur Verhütung von arteriellen Thrombosen verschreiben. Aspirin enthält den Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Dieser hemmt bereits in niedrigen Mengen das Zusammenballen der Blutplättchen. 

Wie kriegt man ein Blutgerinnsel weg?

Besteht der Verdacht auf ein Blutgerinnsel, muss dies unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Der Arzt entscheidet welche Massnahmen und Medikamente zur Behandlung notwendig sind.

Je nach Art und Ort der Thrombose kommen gerinnungshemmende Medikamente, Kompression und Bewegung oder – in schweren Fällen – eine medikamentöse Auflösung, ein Kathetereingriff oder eine operative Entfernung infrage. 

Können Thrombosen vererbt werden?

Eine Thrombose an sich ist nicht vererbbar. Vererbt werden können jedoch bestimmte Risikofaktoren – zum Beispiel eine erhöhte Neigung, Blutgerinnsel zu bilden. Diese Veranlagung nennt man Thrombophilie. Sie kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln.

09/2026 CH2609167517

Mehr zum Thema

Zum Dossier

Das könnte dich interessieren:

Welche Faktoren beeinflussen unser Gewicht?

Zum Quiz
gewichts-quiz