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Was bringen Wanderstöcke?

Wanderstöcke sind auf Bergtouren beliebte Begleiter. Was sie uns nützen, wie sie richtig eingesetzt werden – und in welchen Situationen man besser darauf verzichtet.

Deshalb sind Wanderstöcke hilfreich

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  1. Stärkung Herz-Kreislauf-System: Wer Wanderstöcke richtig und aktiv einsetzt, trainiert die Muskeln im Oberkörper und fordert das Herz-Kreislauf-System. Bergauf können Wandernde dank Stöcken den Rhythmus halten. Am besten steckt man die Hand von unten in die Schlaufen, das gibt zusätzliche Unterstützung.
  2. Entlastung von Gelenken: Geht es bergab, werden Gelenke, Bänder und Muskeln an Füssen, Beinen und die Hüfte stark belastet. Wer die Stöcke richtig anwendet, belastet den Unterkörper laut SAC bis zu 16 Prozent weniger.
  3. Training von Oberkörper und Armmuskeln: Armmuskeln, Handgelenke und Schultern fangen die Entlastung von Knie und Beinen auf. Je grösser die eingestellte Stocklänge ist, desto stärker die Entlastung für die Beine und desto intensiver das Oberkörpertraining.
  4. Sicherheit und Balance: Schwieriges Gelände mit unebenem Untergrund erschweren das Gehen. Wanderstöcke unterstützen das Gleichgewicht und geben auch der Psyche Sicherheit. Wichtig: Stöcke nur kurzfristig für eine bessere Balance einsetzen.

Wann wir auf Wanderstöcke verzichten sollten

  1. Abbau der körpereigenen Balance: Wer die Stöcke nur für das Gleichgewicht einsetzt, baut dieses sowie die Trittsicherheit und Koordination ab. Bei einfachen Wanderungen und auf flachem Gelände braucht es keine Stöcke, ausser man trägt einen schweren Rucksack.
  2. Hindernis bei heiklen Situationen: Stehen kleine Kletterpassagen an, stören Stöcke. Deshalb gehören sie dann an oder in den Rucksack. Zusätzlich geraten sie ab und zu zwischen die Beine und können zu Stürzen führen. Auf Fels oder bei Nässe bieten sie keinen garantierten Rutschschutz.

So werden Wanderstöcke genutzt

  1. Richtig einstellen: Die Faustregel zur Einstellung der Grundhöhe lautet: Unterarm und Oberarm bilden auf flachem Gelände einen rechten Winkel (90 Grad), der Unterarm ist parallel zum Boden. Bergab sollten die Stöcke maximal bis zu zwei Drittel der Körpergrösse – besser weniger – ausgefahren sein.
  2. Wichtig beim Abstieg: die Handschlaufen nicht benutzen. Rutscht man ab und bleibt der Stock mit der Hand in der Schlaufe stecken, kann das zu Verletzungen bis hin zur Schulterausrenkung führen.
  3. Richtig einsetzen: Die Stöcke sollten sich seitlich nahe am Körper befinden. Wandernde sollten zur Abwechslung für die Muskeln ab und zu auch nur mit einem Stock oder ohne Stöcke gehen und Doppelstockeinsätze einstreuen. Stöcke entlasten nur bei richtiger Gehtechnik optimal. Darauf achten, dass steil bergauf auf dem Fussballen, bergab nicht auf der Ferse aufgesetzt wird.
  4. Die Richtigen finden: Es ist wichtig, dass die Stöcke zu Ihnen passen. Lassen Sie sich daher im Sportgeschäft beraten.

(Bitte unten weiterlesen…)

Worauf beim Kauf zu achten ist

  1. Richtige Wanderstöcke kaufen: Und nicht etwa Nordic-Walking-Stöcke. Vor allem bergab müssen die Stöcke grosse Belastungen aushalten. Wanderstöcke sind in der Regel robuster und verfügen über dickere Griffe und grössere Schlaufen.
  2. Carbon oder Titanium: Dank beiden verfügen Wanderstöcke über ein geringes Gewicht und halten trotzdem hohe Belastungen aus. Während Carbon etwas leichter ist, sind Stöcke aus Titanium beweglicher und stabiler. Die Wanderstöcke sind in der Regel in drei bis vier Teile gegliedert und lassen sich so auch für den Transport zusammenschieben. Bei den Mechanismen zum Verstellen der Stocklänge gibt es zum einen Systeme mit Gewinde und Drehverschluss. Alpinstöcke mit Aussenklemmsystem ermöglichen eine schnelle Längenverstellung bei hoher Haltekraft. Faltstöcke wiederum lassen sich extrem klein zusammenfalten.
  3. Bequemer Griff: Für einen bequemen Griff sind insbesondere solche aus Kork oder Schaummaterial empfehlenswert. Diese gepolsterten Griffe saugen den Schweiss auf, fühlen sich bei Regen oder Kälte nicht kalt an und sind rutschfest. Zudem schneiden sie nicht ein.

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von Silvia Schütz,

veröffentlicht am 18.08.2022, angepasst am 14.09.2022


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