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Gesünder leben?

Gesünder leben?

Self-Care: Rituale für Körper und Seele

Die meisten von uns sind im Alltag stark gefordert. Umso wichtiger ist es, gerade in hektischen Zeiten auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten. Mit Self-Care kannst du dir Gutes tun und bleibst dadurch stark, gesund und leistungsfähig. Wie das gelingt, erfährst du hier.

Self-Care: Was ist das eigentlich?

Self-Care, auf Deutsch Selbstfürsorge, bedeutet, bewusst auf die eigenen körperlichen, emotionalen und mentalen Bedürfnisse zu achten. Dazu gehören: 

  • Gesunde Ernährung
  • Bewegung
  • Soziale Kontakte
  • Zeiten der Ruhe und Erholung

Schon in der Antike kannte man das Prinzip der Selbstsorge. In der modernen Medizin hat sich der Begriff Self-Care seit den 1950er Jahren etabliert, als man erkannte, dass Patienten selbst einen wesentlichen Beitrag leisten können, um gesund zu werden und zu bleiben.

Self-Care vs. Wellness

Im Unterschied zu Wellness ist Self-Care kein kurzfristiges Verwöhnprogramm, sondern eine nachhaltige Lebenspraxis. Du übernimmst Verantwortung für dein Wohlbefinden. Wenn du gut für dich sorgst, stärkst du langfristig:

  • deine Gesundheit,
  • deine Resilienz
  • und deine zwischenmenschlichen Beziehungen.

Selbstfürsorge in stressigen Zeiten: Warum sie so wichtig ist

Gerade in belastenden Zeiten hilft Self-Care dabei, Körper, Geist und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie schafft bewusste Pausen im hektischen Alltag und schützt so vor Erschöpfung und Reizüberflutung. Wer regelmässig auf sich achtet, stärkt das eigene Wohlbefinden und bleibt konzentrierter und belastbarer. Self-Care ist also kein Luxus, sondern eine wirksame Strategie zur Stressbewältigung und kann Burn-on oder Burnout vorbeugen.

Self-Care-Tipps für mehr Balance im Leben

Schon kleine Massnahmen können eine grosse Wirkung entfalten. Hier einige alltagstaugliche Vorschläge:

Bei der Arbeit: 

  • Mach mal Pause: Stehe alle 60 Minuten auf, bewege und dehne dich, atme bewusst durch.
  • Kein Mittagessen vor dem Bildschirm: Geniesse dein Essen an einem ruhigen Ort – ohne E-Mails, News und WhatsApp. 
  • Nein sagen lernen: Ein Nein zu anderen ist oft ein Ja zu dir selbst. Abgrenzung schützt deine Energie.
  • Prioritäten setzen: Realistische To-do-Listen schaffen Struktur und entlasten deinen Kopf.

In der Freizeit: 

  • Bewegung an der frischen Luft: Ob Laufen, Spazieren oder Velofahren – Hauptsache raus!
  • Digital Detox: Gönne dir regelmässig Zeiten ohne Handy oder Social Media. 
  • Soziale Kontakte pflegen: Triff Menschen, die dir gut tun, dich stärken und inspirieren.
  • Me-Time geniessen: Lies ein Buch, hör Musik oder einen interessanten Podcast, male, schreibe, meditiere. Nimm dir bewusst Zeit für dich selbst.

Self-Care-Rituale: Zeit für dich selbst schaffen

Schaffe dir immer wieder Zeitinseln, in denen du zu dir kommen und Energie tanken kannst. Mit der Zeit werden aus diesen Momenten eigentliche Gewohnheiten, die du nicht mehr missen möchtest und die dein Wohlbefinden nachhaltig stärken. Hier einige Inspirationen:

Morgen-Ritual:

  1. Journaling: Nimm dir 5 Minuten Zeit, um 3 Dinge zu notieren, auf die du dich heute freust. Das sorgt für eine positive Stimmung. 
  2. Sanfte Bewegung: Ein paar Yoga-Übungen, Dehnen oder bewusstes Atmen wecken Körper und Geist.
  3. Start ohne Bildschirm: Greife nicht noch im Bett zum Handy. Geniesse die erste halbe Stunde des Tages ohne Bildschirm und fokussiere stattdessen auf deinen Kaffee, Tee und deine Körperpflege.

Abend-Ritual:

  1. Digitaler Feierabend: Mindestens 30 Minuten vor dem Schlafen solltest du alle Bildschirme ausschalten. 
  2. Reflexions-Journaling: Notiere, was heute gut lief oder wofür du heute dankbar bist.
  3. Zur Ruhe kommen: Sei es durch Lesen, entspannende Musik oder ein warmes Bad. Alles, was Körper und Geist runterfährt, tut gut.

Pflegeritual im Home Spa:

Wenn du mehr Zeit hast (ca. 1.5 bis 2 Std.), ist ein längeres Pflegeritual ideal. Die folgende Pflegeroutine fokussiert auf den Körper. Aber lädt auch Geist und Seele dazu ein, sich zu entspannen.

  • Wohlfühlstimmung: Gedämpftes Licht z.B. mit Kerzen und stimmungsvolle Musik sorgen für eine angenehme Atmosphäre in deinem Bad. Das Handy bleibt draussen.
  • Entspannungsbad: Ein warmes Bad (ca. 20 – 30 Minuten) mit duftenden Salzen oder einem pflegenden Öl hilft dir, den Alltag hinter dir zu lassen.
  • Haarpflege: Während des Bads kannst du eine Haarmaske oder eine Haarölkur einwirken lassen. Wickle dein Haar in ein warmes Handtuch für eine tiefere Entspannung. 
  • Hand-/Fussbad: Wenn du keine Badewanne hast, kannst du deine Hände oder Füsse in eine Schale mit warmem Wasser und Olivenöl oder Badezusatz tauchen (ca. 10-15 Minuten). Das ist ideal bei trockenen Händen und müden Füssen. 
  • Eincremen: Nach dem Abtrocknen, Körper und Gesicht liebevoll eincremen und sanft massieren. Besonders achtsam mit Händen, Füssen, Hals und Dekolleté umgehen. 
  • Zeit für dich: Lass dieses Ritual ruhig ausklingen. Trinke einen Tee, lies in einem Buch, schreibe in deinem Journal oder meditiere. Vielleicht willst du auch einfach nur still sein und nichts tun.

Ein Self-Care-Abend zu Hause – so geht’s

Self-Care ist am wirksamsten, wenn sie regelmässig stattfindet und nicht erst, wenn die Energiereserven erschöpft sind. Nimm dir immer wieder Zeit, um in dich zu gehen, auf deine Bedürfnisse zu hören und dir Gutes zu tun. Ideal dafür ist ein Self-Care-Abend pro Woche. Hier ein paar Ideen:

  • Zünde Kerzen an und wähle beruhigende Musik.
  • Nimm ein warmes Bad oder eine warme Dusche mit deinem Lieblingsduft.
  • Gönne dir eine Gesichtsmaske.
  • Mach es dir mit einem Buch und einer Tasse Tee auf dem Sofa bequem. 
  • Lasse deine Gedanken schweifen. Wenn du magst, schreibe ein paar Gedanken oder Highlights des Tages in dein Journal.
  • Wende eine Entspannungsmethode an.
  • Schliesse die Augen und mache mal nichts.
  • Beende den Abend bewusst mit ein paar tiefen Atemzügen im Bett.

FAQ: Häufige Fragen zu Self-Care

Self-Care bedeutet, aktiv für das eigene körperliche, mentale und emotionale Wohlbefinden zu sorgen.

Self-Care ist sehr individuell und richtet sich nach deinen Bedürfnissen. Sie kann Pausen im Alltag, Bewegung, gesunde Ernährung, Achtsamkeit und liebevolle Rituale umfassen. Wichtig ist es, sich regelmässig Zeit dafür zu nehmen.

Self-Care hilft, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, Stress abzubauen, Krankheiten vorzubeugen und die eigene Lebensqualität zu verbessern. Sie stärkt dich körperlich, mental und emotional.

Ein Self-Care-Abend ist ein Abend, an dem du dir Zeit nur für dich nimmst – ohne Verpflichtungen oder Ablenkung. Er kann Pflegerituale, Lesen, Journaling, Ruhe oder kreative Tätigkeiten beinhalten.

Pausen einlegen, Grenzen setzen, Zeit mit liebevollen Menschen verbringen, ausreichend schlafen, gesunde Ernährung, körperliche Bewegung, Meditation, Achtsamkeit, Therapie und Digital Detox sind Beispiele.

Die Definition der WHO setzt auf die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung jeder Person. Sie versteht unter Selbstfürsorge die Fähigkeit, mit oder ohne Unterstützung, die eigene Gesundheit zu fördern, Krankheiten vorzubeugen und mit gesundheitlichen Herausforderung angemessen umzugehen.

Fazit: Self-Care als liebevolle Gewohnheit

Self-Care ist mehr als ein Trend – sie ist eine wichtige Lebenskompetenz. Sie ist kein Zeichen von Egoismus, sondern von gesundem Selbstschutz und von gelebter Selbstachtung. Sie hilft dir, im Gleichgewicht zu bleiben, deine Bedürfnisse zu spüren und nachhaltig gesund zu leben. Wer gut für sich sorgt, kann auch besser für andere da sein.

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von Nadia Fernández,

veröffentlicht am 29.08.2025


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