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Eingewachsene Haare und was man dagegen tun kann

Epilieren, nass oder trocken rasieren: Wenn es darum geht, Haare zu entfernen, können kräftige, gelockte Haare ein Nachteil sein. Sie wachsen eher ein als feine, glatte. Tipps, was Sie dagegen tun können.

Während des Sommers hat nackte Haut Saison: Achseln, Schamhaare, Haare an den Beinen – überall werden nun Haare rasiert, ausgezupft, mit Wachs oder chemisch entfernt. Die häufige Folge: Juckreiz, kleine hautfarbene, gerötete oder dunkler pigmentierte Knötchen in der Haut, eitrige Pickel oder Entzündungen, wenn Haare einwachsen.

Lockiges Haar wächst eher ein

Beim Rasieren werden die Haarspitzen sehr scharf abgeschnitten. Wenn das gekürzte Haar in die falsche Richtung nachwächst, kann es in die umgebende Haut eindringen und einwachsen. Vor allem lockige Haare wachsen oft schon schräg aus der Haut heraus und «biegen» im weiteren Wachstum dann Richtung Hautoberfläche ab.

Ein anderer Mechanismus ist, dass das Haar so stark gekürzt wird, dass der Haarstumpf zunächst wieder in den Haarschaft zurückgleitet. Wächst es nach, kann es passieren, dass es sich im Haarschaft einrollt, sobald es die Hautoberfläche erreicht, und anstatt nach aussen wieder zurückwächst. In der Folge kommt es in der Haut zur Fremdkörperreaktion gegen das eigene Haar. Der Haarfollikel entzündet sich.

Risikofaktoren für eingewachsene Haare

Bei der Nassrasur, mechanischer oder chemischer Epilation besteht ein erhöhtes Risiko, dass einzelne Haare einwachsen. Dasselbe gilt auch, wenn man die Haut vor der Rasur stark strafft.

Kräftige, lockige Haare wachsen eher ein als zarte, gerade. Deshalb haben dunkler pigmentierte Menschen mit südländischer oder afrikanischer Abstammung öfter eingewachsene Haare. Auch Männer mit starkem Bartwuchs sind eher betroffen. Einwachsen können die Haare allerdings überall: Im Nacken, im Gesicht, am Hals, an der Brust im Genitalbereich sowie an den Beinen.

Ein Sonderfall sind einwachsende Haare am Auge, welche die Bindehaut des Auges reizen. Das kann bei Verletzungen oder Augenerkrankungen vorkommen. Dann ist der Augenarzt oder die Augenärztin die richtige Ansprechperson.

Was tun gegen eingewachsene Haare?

Wenn ein Haar eingewachsen ist, kann man mit einer sterilen Pinzette oder Nadel vorsichtig versuchen, die Haarspitze zu befreien – aber bitte, ohne dass es dabei zu Verletzungen kommt oder die Entzündung noch schlimmer wird. Danach wird die Stelle desinfiziert. Herauszupfen sollte man die Haare besser nicht, denn das kann sie zusätzlich reizen.

Die einfachste Vorbeugung ist, aufs Rasieren und Epilieren zu verzichten und die Haare wachsen zu lassen. Ist das unmöglich, dann kann man vor der Rasur einige Minuten lang eine Rasiercreme einwirken lassen, so dass der Rasierer besser über die Haut gleitet. Eine Nassrasur, ohne Druck auf die Haut auszuüben, ist einer ungleichmässigen Elektrorasur vorzuziehen. Wenn möglich, rasiert man die Haare nicht bis aufs Hautniveau, sondern schneidet sie mindestens einen Millimeter oder, besser noch, fünf Millimeter weit über der Hautoberfläche ab.

Eine Haarentfernungscreme mit dem Wirkstoff Thioglycolat ist eine weitere Option.

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von Dipl. med. Oliver Das,

veröffentlicht am 07.08.2022


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