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Gesünder leben?

Gesünder leben?

Muttermal-Check kann Leben retten

Eine regelmässige Muttermalkontrolle (Hautkrebsvorsorge) ist wichtig zur Früherkennung von Hautkrebs. Die Dermatologin Brigitte Kalbacher erklärt, auf was man achten sollte.

Wieso ist eine regelmässige Muttermalkontrolle wichtig?

Je früher ein Hautkrebs entdeckt wird, desto grösser sind die Heilungschancen. Wichtig ist, dass man selber seine Haut regelmässig untersucht. «Einmal im Monat sollte man zu Hause die Haut auf auffällige Muttermale untersuchen», empfiehlt die Ärztin. Als grobe Regel gilt: Was sich nicht verändert hat, ist harmlos. Was sich verändert, wächst, nässt oder lange nicht heilt, muss einer ärztlichen Fachperson gezeigt werden.

Wie oft sollte man zur Hautkrebsvorsorge?

Hautkrebs kann jeden treffen, unabhängig vom Alter. «Grundsätzlich wird die Hautkrebsvorsorge einmal im Jahr empfohlen», so Brigitte Kalbacher. Vor allem Personen mit heller und sonnenempfindlicher Haut, vielen Muttermalen, gehäuften Sonnenbränden in vergangenen Jahren oder anderen Hauterkrankungen in der Familie. Wenn in der Familie Hautkrebs vorkommt, sollte man die Hautkrebsvorsorge regelmässig durchführen. 

Weshalb Hautkrebs immer häufiger wird und Tipps von Brigitte Kalbacher zur Prävention, findest du hier.

Wie erkennt man ein gefährliches Muttermal?

Folgende Merkmale stehen für ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs:
  • Du hast helle Haut mit Sommersprossen, helle Augen, blonde oder rote Haare
  • Du hast regelmässig Sonnenbrand, du wirst an der Sonne nur leicht oder gar nicht braun
  • In deiner Kindheit warst du oft starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt
  • In deiner Familie gib es eine Vorgeschichte von Melanomen oder anderem Hautkrebs
  • Du hast ein geschwächtes Immunsystem aufgrund einer medizinischen Behandlung (z.B. immunsuppressive Therapie)

Für die Muttermalkontrolle eignet sich die ABCD-Methode. Frau Kalbacher erklärt: «Diese Methode haben Dermatologen entwickelt und wird weltweit angewendet. Jeder Buchstabe der ABCD-Methode steht für eine Eigenschaft, die eine Hautveränderung (z.B. ein Muttermal) haben kann». Die ABCD-Methode kann wichtige Hinweise liefern. Allerdings ersetzt sie keine ärztliche Muttermalkontrolle.

  • A für Asymmetrie: Die Form ist ein wichtiges Merkmal. Begutachte Hautveränderungen wie Muttermale danach, ob sie eine gleichmässige runde oder ovale Form haben. Sind die Konturen und Färbungen nicht gleichmässig und asymmetrisch? Unbedingt untersuchen lassen.
  • B für Begrenzung: Harmlose Muttermale oder Pigmentflecken haben scharfe und glatte Ränder. Sind die Ränder unregelmässig, unscharf, ausgefranst, zackig oder verwaschen, sollte man die Stelle bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt untersuchen lassen. 
  • C für Colour (Farbe): Auch die Farbe spielt eine wichtige Rolle: Ist die Farbe unterschiedlich? Unregelmässig dunkel- bis schwarzbraun mit rötlichen, weissen und grauen Zonen? Besonders dunkle Flecken oder Farbveränderungen innerhalb des Muttermals sollte eine Fachperson begutachten.
  • D für Dynamik: Ändert ein Muttermal schnell seine Grösse, Form, Farbe oder Dicke; ist das verdächtig. Grundsätzlich sollte der Durchmesser eines Muttermals oder eines Pigmentfleckens nicht grösser als drei bis fünf Millimeter sein. Hat man ein Muttermal oder einen Pigmentflecken mit einem Durchmesser über fünf Millimeter, sollte man sich jährlich untersuchen lassen.

Ist mindestens ein Merkmal der ABCD-Regel erfüllt, sollte man das Muttermal von einer Dermatologin oder einem Dermatologen untersuchen lassen. Fällt dir beim Muttermal-Check zuhause sonst noch etwas auf, oder du bist unsicher, lass die Körperstelle auf jeden Fall untersuchen.

(Fortsetzung weiter unten…)

Was wird bei der ärztlichen Muttermalkontrolle gemacht?

Die ärztliche Fachperson untersucht die Haut von Kopf bis Fuss. Der Arzt untersucht auch stellen wie die Kopfhaut, Ohren, Achseln, Genitalien oder die Haut zwischen den Zehen. Die ganze Untersuchung dauert zirka 20-30 Minuten. «Die Grundversicherung übernimmt grundsätzlich die Kosten für die jährliche Untersuchung. Vor allem auch, wenn in der Familie ein erhöhtes familiäres Risiko für Hautkrebs vorkommt.»

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von Carmen Schmidli,

veröffentlicht am 11.04.2024, angepasst am 18.04.2024


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