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Gesichtsyoga hält die Mimik fit und das Gesicht jung

Wieso nur für einen schönen, fitten Körper trainieren? Mit Face Gym, Face Yoga oder Gesichtsmassage stimulieren wir die mimische Muskulatur – und machen auch das Gesicht schön fit.

Mehr als 30 meist doppelseitige Muskeln haben wir im Gesicht. Bei jeder mimischen Regung ist ein ganzes Team davon im Einsatz: beim Lächeln und Küssen, beim Stirnrunzeln und Naserümpfen. Kein Wunder, können die mimischen Hochleistungsarbeiter verspannen und müde werden.

Was ist Face Yoga respektive Gesichtsyoga?

Das Hilfsprogramm heisst: Gesichtsgymnastik, Gesichtsyoga oder Facial Fitness. Diese Begriffe stehen für eine natürliche und sanfte Methode, mit der wir unsere Mimikmuskulatur dehnen, entspannen und kräftigen. Das Workout fürs Gesicht verbindet Muskelanspannung und -entspannung durch Bewegung sowie Gesichtsmassage-Einheiten mit den Händen.

Was bewirken Gesichtsmassagen und -übungen?

Für Kosmetikerin Angelika Eicher in Zürich gehört eine Gesichtsmassage ohnehin zur kosmetischen Behandlung dazu: «Mit Massagen und Gesichtsübungen haben wir es in der Hand, unsere natürlichen Ressourcen zu nutzen.» Muskelbewegungen stimulieren die Haut und tragen zu ihrer Gesundheit bei. «Jede Bewegung aktiviert Millionen von Zellen im Gewebe – in der Epidermis, dem Bindegewebe, der Fettschicht und in den darunterliegenden Muskeln. Dies gilt generell für die Muskeln im ganzen Körper, welche wir mit Sport und Gymnastik fit halten. Beim Joggen genauso wie im Kraftraum – oder auch beim Grimassenschneiden.»

Wie wirkt Gesichtsgymnastik gegen Falten?

Das Fitnesstraining dient auch als gutes Anti-Aging-Programm. Denn im Laufe der Zeit werden Bindegewebe, Fettschicht und Muskelmasse in unserem Gesicht dünner. Die Züge verlieren an Elastizität und Spannkraft, die Haut ist weniger prall. Vor allem zu viel Sonne beschleunigt diesen Vorgang zusätzlich. Es entstehen Falten und hängende Gesichtszüge. Massage und Gymnastik setzen in doppelter Weise an: Durch die Bewegungen werden das Bindegewebe reaktiviert und die Muskulatur stimuliert, sie geben den Gesichtszügen einen neuen, frischen Tonus.

Was regelmässiges Gesichtstraining bewirkt, hat 2018 eine kleine Studie der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago untersucht. Dabei machte eine Gruppe von Frauen zwischen 40 und 65 Jahren über 20 Wochen zuerst täglich, danach bis zu viermal pro Woche Yoga für das Gesicht. Das Fazit nach Studienabschluss: Die Gesichter der teilnehmenden Frauen zeigten mehr Fülle an den oberen/mittleren Wangen und wurden von unabhängigen Dermatologinnen und Dermatologen rund drei Jahre jünger geschätzt.

(Fortsetzung weiter unten…)

Was muss ich beim Face Yoga beachten?

Für ein wirkungsvolles Ergebnis kombiniert man am besten Training und Treatment: Die mechanischen Bewegungen können die Wirkstoffe von Pflegeprodukten – etwa von Seren, Ampullen und Feuchtigkeitslotionen – etwas besser in die Haut einarbeiten. So werden gleichzeitig Feuchtigkeit und Wirkstoffe von aussen in die oberste Hautschicht, die Epidermis, eingeschleust. Das ist wichtig, denn die Epidermis hat keine Blutgefässe, welche sie mit Wasser versorgen können. Deshalb muss sie äusserlich befeuchtet werden.

«Mit unseren Händen geben wir der Haut die Information zurück, wie es einmal gewesen ist», so die Kosmetik-Ausbildnerin. Das heisst grundsätzlich, die Bewegungen sollen immer nach oben und nach aussen ausgeführt werden. Nie nach unten – dies geschieht mit zunehmendem Alter aufgrund der Schwerkraft von alleine.

Wie lange dauert eine Face-Gym-Session?

Dem Gesicht wirkungsvoll etwas Gutes tun, das geht also auch mit wenig Aufwand und ohne komplizierte Technik. Die Grundlagen von Face Gym und Face Yoga sind ähnlich. Es geht darum, mit einfachen Übungen und Handgriffen die Durchblutung, die Zellaktivität und den Lymphfluss anzuregen und die Muskeln zu stimulieren. Idealerweise werden nicht nur einzelne Partien, sondern sämtliche Gesichtsmuskeln trainiert. «Wer das regelmässig und bewusst macht, wird selber spüren, welche Muskeln noch brachliegen», so Angelika Eicher. Die Kosmetikerin rät zu drei bis fünf Minuten täglichen Übungen, und das Gesicht wird es danken mit einem entspannten Ausdruck und einer frischen Ausstrahlung: «Denn wenn man sich um etwas kümmert und es pflegt und trainiert, gibt es Antwort, wird lebendiger, fängt an zu strahlen.»

Gesichtsyoga: 5 Übung in 5 Minuten

Einfach, effektiv und mit gängigen Pflegeprodukten – das Morgenritual für zu Hause:

Am besten werden die Übungen 1 bis 3 im Liegen ausgeführt, damit die Schwerkraft nicht wirkt.

  1. Slapping der Wangenmuskeln: Mit allen Fingerspitzen die Wangenhaut vom Kiefer in Richtung Schläfen klatschend nach oben und nach aussen schwingen. Das fördert die Durchblutung und verhindert Lymphstauungen.
  2. Trainiert den Ringmuskel ums Auge, so dass die Lider nicht hängen: Zeige-, Mittel- und Ringfinger auf Mittelpunkt unterhalb der Brauen legen, so dass man den Muskel darunter spürt, und diese leicht hinaufziehen. Gleichzeitig den Daumen unterhalb der Augenmitte auflegen und leicht nach unten ziehen. Nun die Augen mehrmals schliessen.
  3. Gegen hängende Gesichtskonturen: Die Hände auf die Wangen legen und die Gesichtshaut leicht nach oben kreisen. Keine streichenden Bewegungen, die Fingerspitzen bleiben auf dabei stets auf der Haut.
  4. Regelmässig zwischendurch – etwa beim Autofahren oder wenn niemand zusieht:
  5. Mit dem Mund die Buchstaben A,E,I,O,U formen. Oder einfach Grimassen schneiden und dabei möglichst alle Muskeln bewegen – ausser die Stirnmuskeln, welche die Zornesfalte begünstigen können.

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von Petra Koci,

veröffentlicht am 02.09.2022


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