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Gesünder leben?

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Die Macht der Hormone: So beeinflussen sie dein Gewicht

Hormonchaos und hartnäckige Kilos – muss das sein? Mit gezielten Tipps zu Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung holst du deinen Körper zurück ins Gleichgewicht. Der Mediziner David Fäh erklärt dir, wie es geht.

Abnehmen ist nicht so einfach, wie es oft dargestellt wird. Besonders schwer fällt es Betroffenen, das erreichte Gewicht danach zu halten. Denn unser Körper funktioniert komplex: Hormone regeln nicht nur, ob wir Hunger oder Lust haben, sondern auch, wie wir uns fühlen. «Sie bestimmen, wie voll unsere Zucker- und Fettspeicher werden, wann wir aufhören zu essen und wann wir wieder damit anfangen und ob uns danach ist, uns zu bewegen», erklärt der Mediziner und Ernährungswissenschaftler David Fäh. Ob bei Frauen oder Männern: «Wie viel von welchen Hormonen in unserem Blut zirkulieren und wie gut diese funktionieren, entscheidet, wie schwer oder einfach es uns fällt, nachhaltig abzunehmen».

Was sind Hormone und welche Aufgaben übernehmen sie?

Hormone sind die Botenstoffe deines Körpers. Sie steuern zentrale Prozesse wie den Wasser- und Energiehaushalt, das Wachstum und die Fortpflanzung. Ihr Zusammenspiel ist fein abgestimmt, kann jedoch durch äussere Einflüsse wie Stress, Schlafmangel oder gewisse Krankheiten aus dem Gleichgewicht geraten. Und das mit spürbaren Auswirkungen auf dein Wohlbefinden und Gewicht.

Welche Hormone beeinflussen unser Gewicht?

Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzucker senkt. Es tut dies, indem es Zucker und andere Nährstoffe in die Zellen bringt und verhindert, dass diese aus den Reserven ins Blut geraten. Gelangt über Tage und Wochen mehr Energie in den Körper, als dieser verbraucht, büsst Insulin seine Funktion zunehmend ein. Die Zellen sind voll und sagen «STOP!», indem sie ihre «Schlösser» (Rezeptoren) für den «Schlüssel» (Insulin) unzugänglich machen. Experten sprechen von Insulinresistenz. Das Ergebnis? Ein erhöhter Blutzucker trotz hoher Insulinwerte und volle Speicher. Auch die Eigenschaft von Insulin, uns satt fühlen zu lassen, lässt nach, weshalb wir beginnen, unkontrollierter zu essen.

Doch Insulin arbeitet nicht allein. Ein weiteres Hormon, Amylin, wird ebenfalls beim Essen freigesetzt und unterstützt die Regulierung des Sättigungsgefühls. Es verlangsamt die Magenentleerung, hemmt die Freisetzung von Glukagon – das den Blutzucker erhöht – und beeinflusst das Belohnungszentrum im Gehirn. Zudem senkt Amylin den Appetit auf Zucker und Kohlenhydrate. Gemeinsam mit Insulin hilft es, die Energieaufnahme und den Energieverbrauch im Gleichgewicht zu halten. Ist dieses Zusammenspiel gestört, wird auch die Regulierung von Hunger und Sättigung erschwert.

Die Cortisol-Werte in unserem Blut schwanken im Tagesverlauf. Die steigenden Konzentrationen gegen 3 Uhr erreichen zwischen 6 und 7 Uhr ihren Höchstwert. Damit steigen z. B. Körpertemperatur und Blutdruck, was uns das Aufstehen erleichtert. Abends sinkt Cortisol wieder und erleichtert uns Entspannung und Schlaf. Schlafen wir schlecht oder sind körperlichen oder mentalen Belastungen ausgesetzt, wird dieser Cortisol-Rhythmus gestört, die Werte sind dann abends nicht mehr tiefer als am Morgen. Das passiert auch, wenn wir fasten, da ein Versiegen der Energiezufuhr für den Körper eine potenziell lebensbedrohliche Situation darstellt.

Cortisol treibt den Körper an, was auch Energie braucht. Deshalb sorgt Cortisol dafür, dass der Blutzucker hoch bleibt, gleichzeitig legt es aber Reserven an für den zukünftigen Energiebedarf, z. B. in Form von Zucker in der Leber (Glykogen) oder Fett am Bauch (Viszeral). Dauerhaft hohe Cortisolwerte sorgen für chronische Entzündungsreaktionen im Körper. Diese Entzündung befeuert unter anderem die Insulinresistenz und stört Bildung und Funktion von Geschlechtshormonen wie Östrogene und andere Androgene wie Testosteron und Gestagene wie Progesteron. «Bei vielen Menschen kommt es mit dem Alter zu Störungen der körpereigenen Cortisol-Ausschüttung», erklärt David Fäh. Es ist jedoch unklar, ob dies am Prozess des Alterns liegt oder an den damit verbundenen Lebensumständen, wie Stress im Beruf oder privat, Einsamkeit, ungesunder Ernährung, ungenügender Bewegung, Schlafstörungen und Gewichtszunahme. Auch eine Schwangerschaft, PCOS, eine Schilddrüsenunterfunktion oder die Menopause können den Cortisol-Rhythmus und damit den gesamten Hormonhaushalt ins Wanken bringen. «Ein Ungleichgewicht der wichtigen weiblichen Geschlechtshormone kann zu Zyklusstörungen, PMS-Beschwerden und Gewichtszunahme führen», sagt der Experte.

Östrogene, die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone, haben eine anabole (aufbauende) Wirkung auf verschiedene Gewebe, beeinflussen den Menstruationszyklus und viele andere Prozesse im Körper. «In den Wechseljahren sinkt die Produktion von Östrogenen, was Muskel- und Knochenabbau sowie die Bildung von entzündungsförderndem Bauchfett begünstigt», erklärt der Experte. Mehr erfahren: Was während der Wechseljahre passiert. 

Ghrelin ist das einzige gastrointestinale Hormon, das Hunger erzeugt. Dieses «Magenknurrenhormon» wird hauptsächlich vom leeren Magen produziert. Es gelangt ins Gehirn und erzeugt das Hungergefühl, beeinflusst aber auch Zentren, die den Energiehaushalt, den Appetit und Belohnung steuern. Bei Menschen mit Adipositas sind die Ghrelin-Werte niedriger. Bei ihnen sinken die Ghrelin-Werte nach einer Mahlzeit allerdings viel weniger ab, als bei Normalgewichtigen, und ihr Gehirn nimmt Ghrelin auch schlechter wahr. Zusammen mit den geringen Schwankungen von Ghrelin führt das zu einer nachhaltig gestörten Wahrnehmung und Regulation von Hunger und Sättigung.

Leptin wird von Fettzellen produziert und sorgt für ein Sättigungsgefühl. Das Hormon signalisiert dem Gehirn den Füllzustand des Fettgewebes, es ist also eine Art «Fettgewebstankanzeige». Viel Leptin (= «Tank voll») dämpft den Hunger, wenig Leptin (= «Tank leer») steigert ihn. Das Problem: Bei andauernd hohem Körperfettanteil kann eine Leptinresistenz entstehen, besonders dann, wenn das Fett im Bauch und eine Insulinresistenz vorliegt: «Das Sättigungsgefühl bleibt trotz hoher Leptinspiegel aus. Schlafmangel erhöht Ghrelin und senkt Leptin. Genügend guter Schlaf ist also zentral, um ein normales Körpergewicht halten zu können. Leider lassen sich diese Resistenzprozesse bei Menschen mit Adipositas nur sehr bedingt – z. B. durch Gewichtsabnahme – umkehren.

Mehr zum Thema: Wie Stress und Schlaf dein Gewicht beeinflussen können.

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 regulieren den Energiestoffwechsel und bestimmen unter anderem unseren Grundumsatz – also den Kalorienbedarf in Ruhe.

  • Bei einer Überfunktion (zu niedriges TSH) produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, der Grundumsatz steigt, und es kommt zu Gewichtsverlust.
  • Bei einer Unterfunktion (erhöhtes TSH) wird der Stoffwechsel träge, und das Gewicht steigt.

David Fäh erklärt: «Bei einer nicht nachvollziehbaren Gewichtszunahme sollten Betroffene auch an eine Unterfunktion der Schilddrüse denken, z. B. verursacht durch eine chronische Autoimmunentzündung». Ein TSH-Test gibt Aufschluss darüber.

Das androgen wirkende Testosteron spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit und Vitalität von Männern. Es fördert die sexuelle Funktion, stärkt die Knochendichte und unterstützt den Aufbau von Muskelmasse. Doch ein Mangel an Testosteron kann weitreichende Folgen haben: 

  • Gewichtszunahme und Veränderung der Körperzusammensetzung
  • reduzierte Muskelkraft 
  • nachlassende Libido 
  • Depressive Verstimmung, Antriebslosigkeit

Zusätzlich steigt das Risiko für chronische Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme. Gesunde Testosteronwerte sind daher wichtig, um die körperliche Leistungsfähigkeit, das Wohlbefinden und die langfristige Gesundheit zu sichern. Männer mit Adipositas oder Diabetes haben niedrigere Testosteronwerte, was Mitursache ihrer Erkrankung ist – ein Teufelskreis. Der Ausweg? «Mit regelmässiger Ausdauer und Krafttraining erhöhen sich die Testosteronwerte deutlich und damit verbessern sich auch die mit tiefen Werten verbundenen Probleme», so Fäh.

Mehr erfahren: Kommen Männer auch in die Wechseljahre? 
 

Was steckt hinter dem Hormonbauch?

Eine plötzliche Zunahme an Bauch und Taille, die sich weder mit deiner Ernährung noch mit deinem Bewegungsverhalten erklären lässt, kann oft auf ein hormonelles Ungleichgewicht zurückzuführen sein. Besonders bei Frauen spielen natürliche Prozesse wie die monatlichen Schwankungen im Menstruationszyklus oder die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre eine entscheidende Rolle. Diese können dazu führen, dass sich Fett gezielt am Bauch ablagert. Der sogenannte Hormonbauch entsteht.

Frauen vs. Männer: Wer hat es beim Abnehmen schwerer?

«Eine Kombination aus hormonellen und stoffwechselbedingten Unterschieden macht das Abnehmen für Frauen schwieriger als für Männer», so David Fäh. «Eine Studie aus England zeigte, dass unter vergleichbaren Bedingungen, Männer nach 6 Monaten im Schnitt 3 Kilo mehr abnahmen, als Frauen. Nach 12 Monaten betrug der Unterschied 5 Kilo. Auch die damit verbundenen Effekte auf den Metabolismus sind teilweise unterschiedlich.». Die Hauptgründe:

1. Unterschiede im Stoffwechsel:

  • Frauen haben mehr Körperfett und weniger Muskelmasse, was zu einem niedrigeren Grundumsatz führt.
  • Der tägliche Energieverbrauch von Frauen ist im Schnitt 5–10 % niedriger als bei Männern.
  • Männer verbrennen bei körperlicher Aktivität mehr, z. B., wenn sie die gleiche Strecke joggen, wie eine Frau.

2. Hormonelle Herausforderungen:

  • Erkrankungen wie die bei Frauen häufiger vorkommende Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), sowie das PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) erschweren die Gewichtsabnahme ebenso wie die Menopause.
  • Schwangerschaft und Stillzeit können langfristige Gewichtszunahme durch hormonelle und Stoffwechselveränderungen fördern.

3. Stärkerer Heisshunger und Appetit:

  • Frauen reagieren im Durchschnitt stärker auf Essensreize im Gehirn, vor allem in Bereichen, die Hunger, Belohnung und Heisshunger steuern. Männer zeigen hingegen eine stärkere Aktivierung der Hirnregionen, die mit der Kontrolle und Unterdrückung von Impulsen zusammenhängen. Frauen neigen auch stärker dazu, auf emotionale Zustände wie Stress, Traurigkeit oder Überforderung mit Essen zu reagieren, während Männer häufiger andere Bewältigungsstrategien nutzen. Damit sind Frauen tendenziell anfälliger für Heisshunger und dafür, die Kontrolle darüber zu verlieren.

Die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen beeinflussen die Gewichtsabnahme massgeblich. Frauen müssen oft mehr Geduld, eine grössere Motivation und gezielte Strategien aufbringen, um ihre Ziele zu erreichen.

Gewichtsabnahme trotz hormoneller Veränderung: Die wichtigsten Tipps

Hormonelle Veränderungen können den Stoffwechsel und die Gewichtsregulation stark beeinflussen. Doch mit den richtigen Ansätzen bei Ernährung, Bewegung und Stressmanagement können wir unseren Körper optimal unterstützen. David Fäh erklärt, worauf es ankommt:

Ernährung: Die Basis für hormonelle Balance

Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für den Hormonhaushalt und die Gewichtsabnahme. Bestimmte Nährstoffe fördern den Stoffwechsel und helfen, hormonelle Schwankungen auszugleichen.

  • Protein: Eiweiss ist wichtig für den Muskelaufbau. Es unterstützt den Stoffwechsel, da der Körper mehr Energie für die Verdauung von Proteinen benötigt. Zudem sättigen Eiweisse im Verhältnis zu den enthaltenen Kalorien am besten. Beispiele: Hühnchen, Eier, Magerquark, Hüttenkäse, Soja und Sojaprodukte, Lupinen, Kürbiskerne, Mandeln.
  • Hochwertige Öle:  Einfach und mehrfach ungesättigte Fette (z. B. aus fettem Meeresfisch, kaltgepresste Öle aus Nüssen, Oliven, Samen oder Kernen), senken das viszerale Fett, wirken entzündungshemmend und können helfen, das Hormonungleichgewicht wiederherzustellen. Sie sind besonders dann wirksam, wenn sie gesättigte Fette, z. B. aus Butter, Rahm oder fettem Rindfleisch, ersetzen. Eine Studie hat gezeigt, dass Olivenöl bei der Gewichtsabnahme nicht nur Butter und Margarine überlegen war, sondern auch deutlich besser als Mais-, Raps-, Färberdistel- und Sojabohnenöl. 
  • Ballaststoffe: Sie fördern die Zusammensetzung unserer Darmbakterien, die eng mit dem Leberstoffwechsel und mit den Hormonen verbunden ist, die unser Gewicht und unser Essverhalten beeinflussen. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Nüsse, Kerne, Samen, Hülsenfrüchte, Quinoa, Buchweizen & Co. helfen zudem, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
  • Komplexe Kohlenhydrate: Sie liefern langanhaltende Energie und verhindern Heisshungerattacken. Beispiele: Quinoa, Haferflocken, Süsskartoffeln. Weiterlesen: Gute Kohlenhydrate: So wählst du die besten Energielieferanten.
  • Iss regelmässig, idealerweise drei Hauptmahlzeiten, die dich bis zur nächsten satt halten. Falls nicht möglich: Achte bei Snacks auf eine tiefe Kaloriendichte und einen niedrigen Kohlenhydratgehalt. Regelmässige Essenszeiten stabilisieren den Blutzuckerspiegel und verhindern Heisshunger.
  • Vermeide Crash-Diäten: Diese führen oft dazu, dass der Grundumsatz sinkt und der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät. Sie stehen auch einem gesunden Essverhalten im Wege.
  • Regelmässige Bewegung hilft nicht nur, den Grundumsatz im Alter zu halten und Standschäden an unserem Bewegungsapparat zu vermeiden: Sie tut auch Kopf und Seele gut und bewahrt uns vor emotionalem Essen und ähnlichen Verhaltensstörungen.   
  • Klappt es nicht mit dem nachhaltigen Gewichtsverlust? Analysiere gemeinsam mit einem Coach deinen aktuellen Stand. Das erste Gespräch mit einem Personal Health Coach von SalutaCoach ist kostenlos.

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Bewegung: Aktivität für deinen Hormonhaushalt

Regelmässige Bewegung ist nicht nur gut für die Gewichtsabnahme, sondern auch für die hormonelle Balance. Diese Trainingsarten sind besonders effektiv:

  • Krafttraining: Der Aufbau von Muskelmasse erhöht den Grundumsatz und hilft, Fett zu verbrennen. Gleichzeitig unterstützt es bei Männern die Produktion von Testosteron und bei Frauen die Stabilisierung des Stoffwechsels. Mehr erfahren: Die Vorteile von Krafttraining für Frauen.
  • Moderates Ausdauertraining: Sportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen fördern die Fettverbrennung und senken das Stresshormon Cortisol, das bei chronischem Stress oft erhöht ist. 
  • Isometrisches Training: Die Muskelspannung wird bei gleichbleibender Muskellänge gehalten (z. B. Planking, Wandsitz, Beckenheben halten, Stehen). Dies stärkt die Muskulatur, ohne die Gelenke stark zu belasten, und hilft somit, den Blutdruck langfristig zu senken. Es unterstützt die Gewichtskontrolle, da Muskeln mehr Energie verbrauchen und den Grundumsatz erhöhen. Ausserdem verbessert es den Stoffwechsel, indem es die Insulinempfindlichkeit und die Blutfettwerte positiv beeinflusst.

Stressmanagement: Der unterschätzte Schlüssel

Chronischer Stress bringt deinen Hormonhaushalt durcheinander und kann die Gewichtsabnahme erschweren.

  • Stress beeinflusst die Produktion von Hormonen wie Cortisol, Insulin und Leptin, die alle eine Rolle bei der Gewichtsregulation spielen.
  • Schlafmangel verstärkt die Auswirkungen von Stress und kann zu Heisshunger und einem verlangsamten Stoffwechsel führen.
  • Längeres Hungern verursacht ebenfalls Stress und eine Entzündungsreaktion im Körper. Deshalb höchstens drei Tage am Stück fasten – Intervallfastenarten (16:8, 1:1, 5:2) vorziehen.
  • Meditation und Atemübungen: Schon 10 Minuten tägliche Meditation oder gezielte Atemtechniken können helfen, den Cortisolspiegel zu senken.
  • Yoga: Sanfte Bewegungen und Dehnungen fördern die Entspannung und die Durchblutung.
  • Ausreichend Schlaf: Achte auf 7–9 Stunden Schlaf pro Nacht. Ein regelmässiger Schlafrhythmus unterstützt die Regeneration und den Hormonhaushalt

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Fazit: Gewichtsabnahme bei hormonellen Veränderungen

Das Gewicht wird von vielen Faktoren bestimmt. Ein wichtiger Teil davon sind Hormone. Aber auch Genetik, Psyche, Umwelt und Lebensumstände spielen eine Rolle. Das macht eine nachhaltige Gewichtsveränderung für viele Menschen so anspruchsvoll.

Gewichtsmanagement bei hormonellen Veränderungen erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der Ernährung, Bewegung und Stressmanagement kombiniert. Indem du deinen Körper mit den richtigen Nährstoffen, gezielten Trainingsarten und ausreichend Entspannung unterstützt, kannst du deine Ziele nachhaltig und gesund erreichen.

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von Carmen Schmidli,

veröffentlicht am 04.03.2026


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