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Gesünder leben?

Gesünder leben?

Was du über den Blutzucker wissen solltest

Der Blutzucker sagt viel über unsere Gesundheit aus. Mehr zu seiner Funktion, den Werten und den Einfluss auf unser Gewicht.

Was ist der Blutzucker?

Als Blutzucker bezeichnet man die Konzentration von Glukose im Blut. Glukose ist ein Einfachzucker, der von unserem Körper aufgenommen wird und in allen Organen als Energieträger tätig ist. Unser Gehirn verbraucht zum Beispiel täglich einen grossen Anteil an Glukose, um seine Funktion am Laufen zu halten. Aber auch die Muskulatur oder das Immunsystem brauchen Glukose. Er ist das Benzin für unseren Körper.

Wo kommt Glukose vor?

Glukose nehmen wir in vielen Produkten in Form von Kohlenhydraten zu uns. Egal welche Arten von Kohlenhydraten wir essen – etwa Reis, Früchte, Brot oder Linsen – schlussendlich zerkleinert der Körper diese Kohlenhydrate in seine kleinsten Bestandteile. Einer dieser kleinsten Bestandteile ist Glukose.

Der bekannte, weisse Haushaltszucker besteht zum Beispiel aus einem Molekül Glukose und einem Molekül Fructose (ein anderer Einfachzucker). In unserem Körper werden diese Moleküle voneinander getrennt und der Körper nimmt ein Molekül Fructose und ein Molekül Glukose auf. Pasta bestehen unter anderem aus Ketten von aneinandergereihten Glukosemolekülen. Isst man also Pasta, gelangen die Glukosemoleküle ins Blut und können den Blutzuckerspiegel ähnlich schnell ansteigen lassen, wie Haushaltszucker.

Wie kann man den Glukosegehalt im Körper messen?

Mit einem Blutzuckermessgerät kann man den Glukosegehalt im Blut messen. Wenn man etwas kohlenhydrathaltiges isst, steigt der Blutzuckerspiegel kurz danach an. Je natürlicher, desto komplexer sind die Kohlenhydratketten. Deshalb geht es länger, bis der Körper diese in seine kleinsten Bestandteile aufgespaltet hat und man sie im Blut nachweisen kann. Je stärker verarbeitet und je flüssiger, desto schneller gelangen die Glukosemoleküle ins Blut und lassen den Blutzuckerspiegel dadurch stärker ansteigen.

Personal Health Coach Matthias Zedi von SalutaCoach hat in einem Selbstversuch den Effekt von verschiedenen Mahlzeiten auf seinen Körper untersucht:

Welche Blutzuckerwerte sind normal?

Blutzuckerwerte können je nach Zeitpunkt der Messung variieren. Die normalen Werte beziehen sich auf den nüchternen Zustand, also vor dem Essen. 

Blutzuckerwert

Nüchtern 

2 Stunden nach einer Mahlzeit

Normal

60 - 100 mg/dl oder

3,3 - 5,6 mmol/l

90 - 140 mg/dl oder

< 7,8 mmol/l

Erhöht

5.6 – 7.0 mmol

7.8 – 11.00 mmol

 

Welchen Einfluss hat Glukose auf das Gewicht?

Die «Glukose-Trick-Methode» hat weltweit für einen Hype gesorgt: Abnehmen, ohne auf etwas zu verzichten. Alles hänge vom Blutzuckerspiegel ab. Was steckt dahinter? Personal Health Coach Matthias Zedi von SalutaCoach klärt auf: «Laufen die Blutzuckeranstiege aus dem Ruder, hat das einen grossen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Vor allem häufig wiederkehrende Glukoseanstiege wirken sich negativ auf das Gewicht aus. Deshalb lohnt es sich, die Blutzuckeranstiege so flach wie möglich zu halten». 

Dr. med. Christian Ambrosch, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Medbase Winterthur Neuwiesen ergänzt: «Kurzfristig sind erhöhte Blutzuckerwerte bei gesunden Personen nicht gefährlich, allerdings führt ein hoher oder schneller Blutzucker-Anstieg zu einer stärkeren Ausschüttung des Hormons Insulin». Wiederholte hohe Insulinwerte im Blut können zu einer Gewichtszunahme führen und bei entsprechender Veranlagung zu einem Typ-2-Diabetes. Zu den Tipps, wie du den Blutzucker stabil halten kannst.

Welche Symptome bei zu viel Glukose im Blut?

Ex Libris: Bücher über den Blutzucker

Ex Libris verfügt über eine grosse Auswahl an Büchern zum Thema Blutzucker. Bücher über Blutzucker senken, Rezept-Bücher oder mehr zum Glukose-Trick.

Das Problem bei schnell verfügbaren Kohlenhydraten ist vor allem die regelmässig vorkommenden Glukose-Spitzen im Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt rasch an, das setzt den Körper unter Stress und man kann folgende Symptome wahrnehmen:

  • Hungerlüste/Hungerattacken
  • Müdigkeit
  • geschwächtes Immunsystem
  • Migräne
  • Aufmerksamkeitsdefizit
  • unreine Haut
  • Verstimmungen
  • Verdauungsprobleme

Man kann sich das vorstellen wie bei einer Dampflokomotive, die mit Kohle betrieben wird. Dabei ist die Dampfmaschine unser Körper und die Kohle die Glukose. Wenn wir immer nur so viel Kohle aufladen, wie wir brauchen, wird der Kohlespeicher regelmässig geleert. Steht die Lokomotive jedoch den ganzen Tag still und wird trotzdem ständig mit Kohle versorgt, quillen die Speicher über und die «Heizer» haben keinen Platz mehr zum Arbeiten.

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von Matthias Zedi und Carmen Schmidli,

veröffentlicht am 08.08.2023


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