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Gesünder leben?

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Schonende Intimpflege: Darauf müssen Frauen und Männer achten

Gute Hygiene untenrum schützt vor unangenehmem Geruch und Infektionen. Was Mann und Frau bei der Intimpflege beachten sollte.

Über die Pflege unter der Gürtellinie spricht man selten. Dabei gibt es beim Waschen «da unten» vor allem ein Tabu: die falsche und übertriebene Hygiene. Denn der pH-Wert im Genitalbereich ist sauer. Eine zu starke Pflege kann diesen pH-Wert aus dem Gleichgewicht bringen und den Säureschutzmantel angreifen. Die Folge: Die natürliche Abwehr gegen unerwünschte Keime und Bakterien wird geschwächt. 

Wie häufig ist Intimhygiene nötig?

In der Schamregion gilt: Weniger ist mehr. Laut Experten reicht es, die Intimzone täglich nur mit lauwarmem Wasser abzuspülen. Empfohlen wird jeweils auch die Reinigung vor und nach dem Geschlechtsverkehr.

Intimpflege mit oder ohne Seife?

Nur mit Wasser fühlt sich nicht frisch genug an? Oder Frauen möchten insbesondere während der Menstruation Infektionen vermeiden? Nun, herkömmliche Seifen oder Duschgels sind für den sensiblen Bereich zu alkalisch. Sparsam verwenden kann man aber eine milde Intim-Waschlotion. Am schonendsten ist ein Reinigungsmittel ohne Farb-, Konservierungs- und Duftstoffe mit angepasstem pH-Wert. Dieses wird nur für den äusseren Genitalbereich benutzt – das gilt für beide Geschlechter.

Denn wie die Dermatologin und Bestseller-Autorin Dr. Yael Adler schreibt: «In der Vulva und unter der Vorhaut befindet sich Schleimhaut. Hierhin gehören definitiv keine Seife oder Waschsubstanz, sondern nur warmes Wasser.» Verschmutzungen und Sekrete wie der natürliche weisse Belag an den Geschlechtsorganen, das sogenannte Smegma, sind wasserlöslich. Das Smegma kann Entzündungen begünstigen und dafür sorgen, dass es im Schritt unangenehm riecht. Wichtig ist daher die gründliche, aber sanfte Hygiene im privaten Bereich – und zwar täglich.

Worauf sollen Männer und Frauen bei der Intimpflege achten?

Männer sollten beim Waschen die Vorhaut sanft zurückschieben und die darunter liegende Haut mit lauwarmem Wasser reinigen.

Für Frauen gilt: Vaginal-Reinigungsspülungen oder Duschen mit Wasser im Innenbereich stören den Säurehaushalt. Die Vagina reinigt sich mit ihren Milchsäurebakterien von Natur aus selbst.

Anders als bei Männern liegen bei Frauen Harnröhre und After nah beieinander. Und die Vagina ebenso. Das Risiko für eine Infektion durch Keime ist höher. Frauen sollten deshalb daran denken, sich von vorne nach hinten abzuwischen. Sonst können Darmbakterien in die Scheide und Harnröhre gelangen und etwa Blasenentzündungen verursachen. Am besten tupft man mit Toilettenpapier sanft ab, heftiges Reiben kann die Haut reizen.

(Fortsetzung weiter unten…)

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Den Hintern mit feuchtem Toilettenpapier putzen?

Die Pofalte gehört zu den schwitzigen Körperstellen. Und zu den empfindlichen, denn im Analbereich treffen Haut und Schleimhaut aufeinander. Am besten wäscht man mit lauwarmem Wasser oder einer sanften Waschlotion, die dann gut mit Wasser abgewaschen wird. Für ein besseres Gefühl von Sauberkeit nutzen viele Feuchttücher. Diese können aber Reizstoffe enthalten und ein Problem für die Kanalisation sein. Zudem genügt es, normales Toilettenpapier ein wenig mit Wasser anzufeuchten. Ideal ist auch ein Dusch-WC oder das, was unsere südlichen Nachbarn machen: Im Bidet waschen und danach trocken tupfen. Wer einen Waschlappen verwendet, sollte diesen am besten nach jeder Benutzung wechseln und waschen.

Welche Unterwäsche ist angenehm?

Auch die Unterwäsche sollte man häufig wechseln, am besten täglich. Atmungsaktive Naturmaterialien wie etwa Baumwolle sind gut geeignet. Bei Damen Synthetikhöschen kann es genügen, wenn es Baumwolle im Schrittbereich hat. Ein klassischer, nicht zu eng sitzender Slip ist grundsätzlich besser als ein Tanga. Dieser kann in der Hautfalte reiben und Darmbakterien an die falschen Stellen schieben.

Worauf ist bei der Intimrasur zu achten?

Unsere Schamhaare funktionieren wie eine Art Klimaanlage: Sie lassen Luft an intime Stellen und verhindern, dass die Haut schwitzig und feucht wird. Dass eine Intimrasur hygienischer ist, ist also ein Mythos. Wer es dennoch haarlos mag: Epilieren, Waxing oder Sugaring sind möglich, können bei der sehr zarten Zone aber recht schmerzhaft sein. Enthaarungscreme ist weniger geeignet. Und vor allem sollte sie nicht in die Nähe der Schleimhäute kommen. Bei der Nassrasur empfiehlt es sich, die Haare zuerst zu trimmen, und Rasierschaum für sensible Haut sowie eine saubere, scharfe Klinge zu verwenden.   

Nach der Rasur – oder auch bei sehr trockener Haut – hilft eine sanfte After-Shave-Lotion oder eine reichhaltige Intimpflegecrème mit natürlichen Inhaltsstoffen.

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von Petra Koci,

veröffentlicht am 20.02.2023


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