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Gesünder leben?

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7 Fusspflege-Antworten: Was du bei Hornhaut und Co. beachten musst

Was tun bei Hornhaut an den Füssen und woher kommt sie überhaupt? Und wie schneidet man die Nägel richtig? Die Podologin beantwortet diese und andere Fragen.

Schön gepflegte, gesunde Füsse brauchen regelmässige Pflege. Yvonne Siegenthaler-Matter vom Schweizerischen Podologen-Verband SPV weiss, worauf es bei der Fusspflege zu achten gilt, wie man Hornhaut und rissigen Stellen vorbeugt und was der Unterschied zwischen Podologie und einer kosmetischen Fusspflege ist. 

1. Was bringt das Fussbad?

Es reinigt und erfrischt. In warmem Wasser werden unsere Füsse besser durchblutet, Nägel und Hornhaut werden weicher. Geeignet sind zum Beispiel Fussbäder mit rückfettenden pflanzlichen Ölen. Salze wirken reinigend und antibakteriell, sie können wie ein Peeling die Hautschuppen sanft entfernen und die Füsse schön zart machen. Baden solltest du deine Füsse nur fünf bis zehn Minuten, da die Haut sonst schrumpelt. Geschwollene Füsse – etwa von der Sommerhitze – freuen sich übrigens über ein kaltes Fussbad.

Das Abtrocknen ist wichtig, um Fusspilz vorzubeugen. Deshalb: Trockne deine Füsse nach der Dusche, dem Fussbad oder auch nach dem Schwimmen immer gut ab, auch in den Zehenzwischenräumen.

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2. Wie kürze ich Nägel & Nagelhäutchen richtig?

Beim Kürzen solltest du die Nägel gerade schneiden oder feilen und die Ecken nicht zu tief hinunterschneiden. So lassen sich eingewachsene Nägel vermeiden. – Übrigens, es ist nicht nur Einbildung: Bei den meisten Menschen wachsen Nägel im Sommer tatsächlich etwas schneller. Sonneneinstrahlung produziert mehr Vitamin D, welches unter anderem an der Bildung von Haut und Nägeln beteiligt ist.

Grundsätzlich bietet die zarte Nagelhaut Schutz vor Bakterien und sollte nicht entfernt werden. Sie ist sehr empfindlich und das Schneiden kann zu Verletzungen führen. Kleinste Verletzungen können bereits Infektionen und schmerzhafte Entzündungen hervorrufen. Zudem werden Pilzinfektionen begünstigt. Ist das Nagelhäutchen sehr störend, kannst du es allenfalls nach dem Einweichen mit einem Stäbchen ganz sanft zurückschieben. Nagelcremes oder -öle helfen, den Nagel und das Häutchen geschmeidig zu halten.

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3. Wie kann ich Blasen vorbeugen?

Feuchtwarmes Klima zwischen Haut und Schuh begünstigt die Entstehung von Blasen. Puder absorbiert die Feuchtigkeit und bietet somit einen gewissen Schutz vor Blasen. Anti-Blasen-Sprays oder -Gels legen einen Schutzfilm über die Haut und reduzieren so die Reibung. Auch unangenehm: Wenn die Füsse in der Sommerhitze geschwollen sind und die Sandalenriemchen einschneiden und sogar Blasen entstehen lassen. Am besten reibst du die Riemchen mit einer fettigen Creme ein, so werden sie weicher. (Mehr zum Thema: Wie du Blasen an den Füssen vorbeugst und behandelst)

4. Was ist Hornhaut und wie entferne ich sie?

Hornhaut ist ein härterer Bereich der Epidermis. Sie bildet die oberste Schutzbarriere der Haut. Hornhaut entsteht durch eine Ansammlung von Zellen, die einen grossen Teil der äusseren Schicht der menschlichen Haut bilden. Es handelt sich also genau genommen um totes Hautzellmaterial, welches sich aus verschiedenen Gründen nicht natürlich abschuppen kann.

Vor allem an den Fussballen und Fersen ist die Haut oft stärker verhornt. Die überschüssige Haut an den verdickten Stellen kannst du sanft abtragen – etwa mit einem Bimsstein, einer Feile oder einem Hornhauthobel. Bei einem scharfen Hobel besteht Verletzungsgefahr. Vorsicht, du solltest nicht zu viel abtragen. Denn sonst können gesunde und intakte Hautschichten verletzt werden und die Haut noch mehr austrocknen.

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5. Wie wird man Hühneraugen los?

Ein Hühnerauge ist eine lokale Verdickung der Hornschicht mit einem in die Tiefe gerichteten Sporn. Dieser drückt auf die nervenreiche Knochenhaut und kann starke Schmerzen verursachen. Es entsteht durch chronischen Druck und Reibung, meistens ausgelöst durch schlechtsitzende, zu enge Schuhe. Der Begriff «Hühnerauge» stammt aus dem 16. Jahrhundert und beschreibt die Ähnlichkeit dieser schmerzhaften Verhornung mit einem Vogelauge. Am besten lässt man es von einer Podologin oder einem Podologen entfernen. Vorsicht bei einer selbstständigen Behandlung. Hühneraugenpflaster enthalten Ätzmittel wie Salizylsäure und die Gefahr, dass sie verrutschen, ist gross. Die Folge ist eine Entzündung der Haut rund um das Hühnerauge. Ringförmige Pflaster oder Einlagen können helfen, Druckstellen entsprechend zu entlasten.

6. Was hilft gegen rissige Fersen?

Fehlt es den Füssen an Feuchtigkeit, verliert die Haut an Elastizität. Unsere Haut bildet einen Schutzschild. Sie schützt uns vor Schmutz und Infektionen. Dieser Schutz ist jedoch nicht gegeben, wenn sie verletzt ist. Rissige Fersen, auch Schrunden genannt, sind das Resultat von kleinen Spalten, die in trockener und geschädigter Haut entstehen können. Die Risse vergrössern sich und dringen im Laufe der Zeit in tiefere Hautschichten vor. Sie können sich so weit vertiefen, dass selbst das Gehen zu Schmerzen führen kann.

Das Wichtigste für weiche und geschmeidige Füsse und zur Vorbeugung von rissigen Fersen und überschüssiger Hornhaut ist die regelmässige Pflege. Creme deine Füsse täglich ein. Unsere Haut hat an den Füssen weniger Talgdrüsen. Sie ist trockener und wird leicht spröde. Die Pflege sollte Fette – etwa pflanzliche Öle – und wasserbindende Stoffe wie etwa Urea oder Glycerin enthalten. Es gibt auch spezielle Cremes, welche desodorieren schlechte Gerüche beseitigen oder die Neubildung von Hornhaut reduzieren. Wichtig ist die regelmässige Anwendung. Und wieso den Füssen nicht gleich eine Ölmassage mit Oliven- oder Mandelölen gönnen?

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7. Schaden Nagellack und Nagellackentferner?

Der Unterschied zwischen Podologie und kosmetischer Fusspflege

Podologie bedeutet «nicht ärztliche Heilkunde am Fuss». Die Bezeichnung leitet sich von den griechischen Wörtern «podos» für Fuss und «logos» für Lehre ab. Bei den Podologinnen und Podologen steht die Fussgesundheit im Vordergrund. Nach einer eingehenden Anamnese, wie wir sie von der Medizin her kennen, berät und behandelt die Podologin oder der Podologe ein breites Spektrum an Fussbeschwerden und natürlich auch gesunde Füsse. Podologie verbindet Ästhetik mit Gesundheit. Hingegen konzentriert sich die kosmetische Fusspflege auf dekorative und Pflege-Behandlungen wie Pediküre. Tipp: Wieso nicht vor der Sandalen-Saison einen Podologie-Termin vereinbaren und mit schönen gesunden Sommerfüssen vorangehen?

Nagellack ist an sich nicht schädlich für den Nagel. Oft enthält er sogar pflegende Proteine, die den Nagel schützen. Trägst du den Lack wohldosiert auf, ist er – besonders wenn qualitätsgeprüfte Produkte verwendet werden – nicht gesundheitsschädigend. Trotzdem sind Lacke chemische Produkte, die dem Nagel Feuchtigkeit entziehen und ihn spröd machen können. Gönn deinen Nägeln am besten einfach hin und wieder Lack-Pausen. Um Nagel-Verfärbungen durch deinen Nagellack zu vermeiden, nutze am besten einen schützenden Unterlack, der keine Farbpigmente eindringen lässt.

Nagellackentferner enthalten oft Substanzen wie Aceton oder Alkohol, die den Nägeln ebenfalls Feuchtigkeit entziehen und sie angreifen können. Mit spezieller Nagelpflege kannst du brüchigen Nägeln entgegenwirken. Mineralhaltige Nagellacke, Nagelcremes oder -öle können brüchige Nägel stärken. Mandel- und Olivenöl können ebenfalls helfen. 

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von Petra Koci,

veröffentlicht am 25.05.2023, angepasst am 25.05.2023


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