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Gesünder leben?

Gesünder leben?

7 Ernährungsmythen im Check: Was ist Fakt, was Fantasie?

Soll man nun frühstücken oder nicht? Und müssen Eier wirklich in den Kühlschrank? Wir entwirren die Mythen, die sich um Lebensmittel ranken.

1. Frisches Gemüse ist gesünder als tiefgekühltes

Nicht immer. «Tiefkühlgemüse wird meist direkt eingefroren. So bleiben Vitamine oft besser erhalten, als wenn das Gemüse lange Transportwege hat und auch im heimischen Kühlschrank zu viel Zeit bis zum Konsum vergeht», sagt Pia Teichmann. Beim sogenannten Schockfrosten werden Spinat, Erbsen und Co. bei unter minus 30 Grad eingefroren. Dadurch bildet sich rasch eine dünne Eisschicht, welche die wertvollen Inhaltsstoffe konserviert und es bilden sich sehr kleine Eiskristalle, die das Gemüse weniger schädigen. Wer aber sein Gemüse selbst anbaut und für den Zmittag einfach etwas von seinem Beet oder seinem Balkontopf ernten kann oder regional einkauft, fährt gut in Sachen Vitamine– sofern alles umgehend und schonend zubereitet wird (lies mehr zur richtigen Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln).

2. Eier gehören in den Kühlschrank

Ja. «Im Laden sind die Eier ungekühlt. Wären sie gekühlt, würden sie beim Transport nach Hause ‹schwitzen›, wodurch ihre natürliche Schutzschicht kaputtgehen würde», erklärt Pia Teichmann. Zu Hause angekommen, sollten sie aber sofort in den Kühlschrank. «So verlängert sich die Haltbarkeit.» (Mehr zum Thema frische Eier)


3. Aufgewärmte Speisen verlieren an Geschmack

«Jein», sagt Mirko Buri. «Natürlich ist nicht alles, was aufgewärmt wird, besser als frisch Zubereitetes. Wenn die Speisen aber schnell heruntergekühlt werden, können ein aufgewärmter Kartoffelgratin oder ein aufgewärmtes Sauerkraut besser schmecken als frisch gekocht. Wie meine Grossmutter schon gesagt hat: ‹Gut Ding will Weile haben.›»

Auch Pilzgerichte lassen sich wieder erwärmen. Sie müssen aber schnell abgekühlt werden, z. B. mittels Eiswasserbad, und dann im Kühlschrank bei 2–4 °C aufbewahrt werden. Vor dem erneuten Verzehr sollten sie auf eine Mindesttemperatur von 70 °C erhitzt werden und innerhalb von 2 Tagen nach Zubereitung gegessen werden. Mehr Infos rund ums Pilze sammeln und die Pilz-Inhaltsstoffe.

4. Mythos «An apple a day keeps the doctor away»

Falsch. Wichtig ist ein gesunder Lebensstil, inkl. genug Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung, u.a. mit einer bunten, vielfältigen Auswahl an Gemüse und Früchten. Einzelne Lebensmittel haben darauf keinen Einfluss. Äpfel enthalten keine signifikanten Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen. Erfahre mehr über eine ausgewogene Ernährung.

(Fortsetzung weiter unten…)

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5. Esse ich Gurken und Wassermelonen, muss ich weniger trinken

Falsch. «Beides enthält zwar viel Wasser, aber man sollte trotzdem täglich 1,5 Liter Wasser und ungesüssten Tee trinken», sagt Pia Teichmann. Zusätzlich aufgenommene Flüssigkeit durch Gemüse oder Früchte schade aber nicht. Mehr zum Thema «Wasserreiche Früchte und Gemüse».

6. Jedes Gemüse und alle Früchte müssen geschält werden

Falsch. «Biologisch angebaute Produkte wie zum Beispiel Karotten oder Pastinaken können ohne Weiteres gegessen und die Schale von Zitrusfrüchten weiterverarbeitet werden», sagt der Berner Koch und Food-Waste-Pionier Mirko Buri. Seine Tipps: «Aus abgekochten Orangenschalen kann zum Beispiel Orangenöl oder Orangendressing für Salate gewonnen werden. Getrocknete Karottenschalen können fein gerieben als Geschmacksträger in Gemüsesalzen oder Bouillonpulver eingesetzt werden.» Mehr zum Thema «Schälen oder nicht?».


7. Frühstücken ist Pflicht

Jein. Für das Zmorge spricht: Es liefert Kraft für den Start in den Tag. Ausserdem ist zu beobachten, dass viele Menschen im Verlauf des Tages zu viel essen, wenn sie beim Frühstück Kalorien gespart oder gar nichts gegessen haben. Sich selbst oder die Liebsten zum Frühstück zwingen, ist dennoch nicht angesagt. «Wer einfach nichts essen mag oder nicht kann, etwa wegen Schichtarbeit, muss nicht unbedingt frühstücken.» Tipps rund um ein gesundes Frühstück.

von Ringier Brand Studio / Cilgia Grass,

veröffentlicht am 14.09.2020, angepasst am 27.10.2023


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