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Die vielseitige Kokosnuss: Verwendung, Nährwerte und Rezepte

Die Kokosnuss ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Doch wie kann die Kokosnuss geöffnet werden? Was für Inhaltsstoffe, wie viel Fett und Kalorien stecken in ihr? Wir liefern Antworten und leckere Rezepte.

Die Kokospalme (Cocos nucifera L.) wird oft als Lebensbaum bezeichnet, da alle Komponenten des Baumes für unterschiedliche Zwecke verwendet werden können. Die Kokosnuss gehört botanisch betrachtet nicht zu den Nüssen, sondern zu den Trockensteinfrüchten.

Kokosnuss: Herkunft, Anbau, Saison

Ursprünglich stammt die Kokosnuss aus Südostasien und ihre Heimat reicht bis zum indonesischen Subkontinent. Seefahrer sowie das Meer haben die Kokosnuss entlang der Küsten verbreitet. Heruntergefallene Kokosnüsse können, sofern sie in die Strömung gelangen, über weite Distanzen im Meer transportiert werden und bewahren während langer Zeit ihre volle Keimfähigkeit. Mit ca. sieben Jahren trägt die Kokospalme das erste Mal Kokosnüsse. In den folgenden Jahren kann sie bis zu 80 Früchte pro Jahr tragen.

Kokoswasser, Kokosmilch & Kokosöl: Unterschiede

Die Kokosnuss liefert unterschiedliche Komponenten, welche wie folgt unterteilt werden können:

  • Kokoswasser ist die Flüssigkeit, welche sich in der Kokosnuss befindet. Eine Kokosnuss kann bis zu einem Liter Kokoswasser in sich tragen. In tropischen Ländern ist das Kokoswasser der jungen, grünen Früchte ein beliebter Trinkwasserersatz.
  • Kokosnussmilch, welche oft in asiatischen Gerichten verwendet wird, entsteht, wenn das Fruchtfleisch der reifen, braunen Nuss gepresst wird. Eine dünnere Kokosnussmilch entsteht, wenn Fruchtfleisch mit Wasser oder Kokosnusswasser vermengt und ausgepresst wird.
  • Kokosöl dagegen wird aus dem getrockneten Fruchtfleisch gewonnen. Ab einer Temperatur von ca. 25 °C wird Kokosöl flüssig. Bei tieferen Temperaturen finden wir es als festes Kokosfett vor. Kokosöl respektive Kokosfett hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren (85.9 g pro 100 g).

(Fortsetzung weiter unten…)

Braten und kochen mit Kokosöl und Kokosfett?

Genusserlebnis Kokosnuss

Kokosnuss passt zu*:

  • Ananas
  • Bananen
  • Chili
  • Himbeeren
  • Huhn
  • Mango
  • Räucherfisch
  • Rindfleisch
  • Weisser Schokolade
  • Zimt
  • Zitrone

* Quelle: Der Geschmacksthesaurus

Kokosöl wird heutzutage häufig als günstiges Bratfett beworben und oft zum Backen und Braten verwendet. Auch bei Kokosöl gilt es auf die Zusammensetzung des Fettsäuremusters zu achten. Das heisst beispielsweise, dass sich natives Kokosöl nicht zum Braten und Frittieren eignet. Nur raffiniertes Kokosfett ist hoch erhitzbar, sollte jedoch aufgrund der industriellen Härtung und Entstehung der Transfette bedingt verwendet werden.

Generell gilt für alle Öle und Fette als Mass für die Erhitzbarkeit von Fetten der sogenannte Rauchpunkt. Beginnt das Fett zu rauchen, besteht unabhängig von der Sorte die Gefahr, dass sich krebserregende Stoffe bilden können.

Die frische Kokosnuss zeichnet sich vor allem durch ihren milden leicht milchigen Geschmack aus. Werden die Kokosnussraspeln geröstet oder gebacken, entwickelt sich ein kräftiges starkes Aroma mit einer gewissen Süsse. Die verschiedenen Komponenten der Kokosnuss finden in der Küche einen vielseitigen Einsatz. Sei es als Kokosraspel im «Schoko-Kokos-Express-Porridge», als Kokosmilch im Rezept «Kichererbsen mit gelbem Curry» oder als Kokosnussschnitz im erfrischenden «Mango-Kokos-Drink».

(Fortsetzung weiter unten…)

Kokosblütenzucker: Alternative zu Haushaltszucker?

Ein weiteres eher neues Produkt auf dem Markt ist der Kokosblütenzucker, welcher aus der Kokosnuss hergestellt werden kann. Im Detailhandel wird er als Kokosnusszucker oder Kokosblütenzucker angeboten. Im Vergleich zum herkömmlichen Haushaltszucker (100 g Zucker pro 100 g Haushaltszucker) enthält Kokosblütenzucker kaum weniger Kohlenhydrate (90 g Zucker pro 100 g Kokosblütenzucker) und stellt deshalb keine gesündere Alternative zum Haushaltszucker dar.

Das steckt in der Kokosnuss: Nährwerttabelle

In einer Portion (120 g) Kokosnuss stecken 461 kcal und 43,8 g Fett. Auffallend ist ausserdem der Anteil an Eisen in 120 g Kokosnuss. Mit 120 g können bereits 20 % des benötigten Eisenbedarfs (14 mg) abgedeckt werden. Eisen trägt beispielsweise zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei.

 

Nährstoff

Pro 100g (roh, verzehrbarer Anteil)

Pro Portion (120g, roh verzehrbarer Anteil)

Prozentuale Abdeckung des Tagesbedarfs mit 100g

Energie

384kcal

461kcal 

 

Fett

(davon gesättigte Fettsäuren)

36.5g

(32.1g)

43.8g

(38.5g)

 

Kohlenhydrate

(davon Zucker)

4.8g

(4.8g)

5.8g

(5.8g)

 

Ballaststoffe

9g

10.8g

 

Eiweiss

4.6g

5.5g 

 

Salz

0.1g

0.1g

 

Vitamin A (µg)

0µg

0µg

 

Betacarotin (µg)

0µg

0µg

 

Vitamin C (Ascorbinsäure) (mg)

2mg

2.4mg

3%

Vitamin B1 (Thiamin) (mg)

0.06mg

0.07mg

6%

Vitamin B2 (Riboflavin) (mg)

0.02mg

0.01g

1%

Niacin (mg)

0.38mg

0.46mg

3%

Vitamin B6 (Pyridoxin) (mg)

0.06mg

0.07mg

5%

Folat (µg)

30µg

36µg

12%

Pantothensäure (mg)

0.2mg

0.24mg

4%

Kalium (mg)

380mg

456mg

23%

Chlorid (mg)

120mg

144mg

18%

Calcium (mg)

20mg

24mg

23%

Phosphor (mg)

94mg

112.8mg

16%

Magnesium (mg)

39mg

46.8mg

12%

Eisen (mg)

2.3mg

2.8mg

20%

Zink (mg)

0.8mg

1mg 

10%

Jod (µg)

1.2µg

1.4µg

1%

 

Quelle: Schweizer Nährwertdatenbank

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von Deborah Beyli,

veröffentlicht am 01.08.2022


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