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Gesünder leben?

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Was bringt eine Saftkur wirklich?

Um die Saftkur ranken sich viele Gerüchte. Was bringt sie wirklich? Kann sie den Körper entgiften und entschlacken? Wann sollte man darauf verzichten? Das und vieles mehr erfährst du in diesem Artikel.

Was ist eine Saftkur?

Typische Merkmale einer Saftkur:
  • nur Säfte werden getrunken
  • keine festen Nahrungsmittel
  • Dauer meist zwischen 3 bis 7 Tagen

Eine Saftkur, auch Saftfasten genannt, ist eine Art von Fastenkur, bei der über einen bestimmten Zeitraum hinweg neben Wasser und Kräutertees nur Säfte, meist aus frischem Obst und Gemüse, getrunken werden. Dabei verzichtet man komplett auf feste Nahrungsmittel, um dem Körper eine Pause für die Verdauung zu gönnen. Die Theorie besagt, dass der Körper dabei entgiftet wird und unerwünschte Schadstoffe ausgeschieden werden. Zusätzlich kann es so genannte Einführungstage geben, an denen nur leicht verdauliche Lebensmittel wie Früchte und gekochtes Gemüse, Kartoffeln oder Reis gegessen werden. Auf Alkohol, Zigaretten und Koffein wird verzichtet.

Gewichtsabnahme und Entgiftung als Ziele einer Saftkur

Das Hauptziel des Saftfastens ist es, dem Körper eine Pause zu geben und den Stoffwechsel zu regenerieren. Die Saftkur soll den Körper entgiften und Stoffwechselprodukte sollen besser ausgeschieden werden. Durch den Verzicht auf feste Nahrung und den niedrigen Kaloriengehalt der Säfte soll es ausserdem zu einer Gewichtsabnahme kommen. Auch soll das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden.

Was bringt eine Saftkur?

Es gibt keine wissenschaftlichen Studien über die Wirksamkeit oder Notwendigkeit von Saftkuren zur sogenannten Entgiftung oder Entschlackung. Auch zum Abnehmen ist eine Saftkur nicht geeignet.

Wie wirkt Saftfasten?

In der Regel verliert man während einer Saftkur hauptsächlich Wasser und Glykogen, also Kohlenhydrate aus den Muskeln. Eine Saftkur allein führt nicht zu einer nachhaltigen und dauerhaften Gewichtsreduktion. Entscheiden für den langfristigen Erfolgt ist eine ausgewogene Ernährung.

Tipps, wie du dein Gewicht gesund reduzieren kannst

Langfristig sollte eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung und regelmässige Bewegung für eine gesunde Gewichtsreduktion sorgen. Weitere Informationen:

Welche Vorteile hat eine Saftkur?

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  • Der Verzicht auf Nikotin, Koffein und Alkohol tut dem Körper sicher gut, sollte jedoch dauerhaft im Alltag umgesetzt werden.
  • Entgiftung: Es gibt keine wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit oder Notwendigkeit von Saftkuren.
  • Gewichtsverlust: Durch den reduzierten Kaloriengehalt der Säfte kann es ggf. zu einer schnellen Gewichtsreduktion kommen. Häufig damit verbunden: Das Risiko des Jo-Jo-Effekts. Ausserdem ist der Gewichtsverlust nicht gesund und nachhaltig. 
  • Steigerung des Wohlbefindens: Auch hierfür gibt es keine Beweise und viele fühlen sich während und nach einer Saftkur erschöpft und müde.

Die Risiken des Saftfastens: Was man wissen sollte

  • Mangel an Nährstoffen: Eine Saftkur liefert nicht alle notwendigen Makronährstoffe (v.a. Eiweisse, Fette). Ohne Makronährstoffe funktioniert unser Körper nicht. Jetzt lesen: Die drei Makronährstoffe im Überblick
  • Muskelabbau: Durch den niedrigen Kalorien- und Eiweissgehalt wird Muskelmasse abgebaut.
  • Starke Hungerphasen: Vor allem zu Beginn der Saftkur kann der Körper stark nach fester Nahrung verlangen, was zu Heisshungerattacken führen kann.
  • Jo-Jo-Effekt: Durch das starke Kaloriendefizit und der hauptsächlichen Abnahme von Wasser, kann es zum Jo-Jo-Effekt kommen. Wie sich der Jo-Jo-Effekt vermeiden lässt, erfährst du in diesem Artikel
  • Auslösen von Essstörungen: Durch das stark eingeschränkte Essverhalten können Essstörungen ausgelöst werden.
  • Auch weitere Symptome wie Kopfschmerzen können auftreten.

Wer sollte keine Saftkur machen?

  1. Schwangere und stillende Mütter: Sie benötigen eine ausgewogene Ernährung, um sowohl sich selbst als auch das Kind zu versorgen.
  2. Menschen mit bestimmten Krankheiten: Personen mit Diabetes, Nieren- oder Leberproblemen sollten auf eine Saftkur verzichten.
  3. Geschwächte oder ältere Menschen: Sie sollten besonders auf eine ausreichende Nährstoffversorgung achten.
  4. Kinder und Jugendliche: Auch sie sollten keine Saftkur machen, denn es ist wichtig, dass sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.

Abwechslungsreiche Saft-Rezepte

Diese Kombinationen sind möglich und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt:

  • Grüner Saft: Spinat, Gurke, Apfel, Sellerie, Zitrone und Ingwer
  • Fruchtiger Energiekick: Orange, Karotte, Apfel, Ananas und Ingwer
  • Rote-Bete-Saft: Rote Bete, Apfel, Karotte und Zitronensaft
  • Zitrus-Mint-Saft: Grapefruit, Limette, Minze

Probiere die Saft-Rezepte von Migusto:

Zum Rezept
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Fruchtiger Gemüsesaft mit Ingwer

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Grüner Smoothie mit Grapefruit-Pomelo

200
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Fazit zur Saftkur

Das Saftfasten kann kurzfristig zu einer Gewichtsreduktion führen, ist aber keine gesunde, empfehlenswerte oder nachhaltige Methode zum Abnehmen. Auch das Risiko eines Jo-Jo-Effekts ist sehr gross.

Es gibt keine wissenschaftlich anerkannten Studien über die Wirkung einer Saftkur. Auch eine Entgiftung ist nicht nachgewiesen und aus wissenschaftlicher Sicht auch nicht notwendig. Ein gesunder Körper kann sich über Leber, Nieren, Darm, Haut und die Atmung selbst entgiften.

Die Säfte liefern zwar etwas Energie, aber nur in Form von Zucker. Proteine und Fette fehlen. Diese sehr einschränkende Ernährungsweise könnte auch Essstörungen begünstigen.

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von Pia Teichmann,

veröffentlicht am 02.04.2025


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