Um die Saftkur ranken sich viele Gerüchte. Was bringt sie wirklich? Kann sie den Körper entgiften und entschlacken? Wann sollte man darauf verzichten? Das und vieles mehr erfährst du in diesem Artikel.
Eine Saftkur, auch Saftfasten genannt, ist eine Art von Fastenkur, bei der über einen bestimmten Zeitraum hinweg neben Wasser und Kräutertees nur Säfte, meist aus frischem Obst und Gemüse, getrunken werden. Dabei verzichtet man komplett auf feste Nahrungsmittel, um dem Körper eine Pause für die Verdauung zu gönnen. Die Theorie besagt, dass der Körper dabei entgiftet wird und unerwünschte Schadstoffe ausgeschieden werden. Zusätzlich kann es so genannte Einführungstage geben, an denen nur leicht verdauliche Lebensmittel wie Früchte und gekochtes Gemüse, Kartoffeln oder Reis gegessen werden. Auf Alkohol, Zigaretten und Koffein wird verzichtet.
Das vermeintliche Hauptziel des Saftfastens ist es, dem Körper eine Pause zu geben und den Stoffwechsel zu regenerieren. Die Saftkur soll den Körper entgiften und Stoffwechselprodukte sollen besser ausgeschieden werden. Durch den Verzicht auf feste Nahrung und den niedrigen Kaloriengehalt der Säfte soll es ausserdem zu einer Gewichtsabnahme kommen. Auch soll das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden.
Es gibt keine wissenschaftlichen Studien über die Wirksamkeit oder Notwendigkeit von Saftkuren zur sogenannten Entgiftung oder Entschlackung. Auch zum Abnehmen ist eine Saftkur nicht geeignet.
In der Regel verliert man während einer Saftkur hauptsächlich Wasser und Glykogen, also Kohlenhydrate aus den Muskeln. Eine Saftkur allein führt nicht zu einer nachhaltigen und dauerhaften Gewichtsreduktion. Entscheiden für den langfristigen Erfolgt ist eine ausgewogene Ernährung.
Langfristig sollte eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung und regelmässige Bewegung für eine gesunde Gewichtsreduktion sorgen. Weitere Informationen:
Du kannst deine Säfte auch selbst zubereiten. Mit wenigen Handgriffen zauberst du Säfte, genau nach deinem Geschmack. Am besten werden die Säfte frisch gepresst und enthalten keinen zugesetzten Zucker. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt:
Das Saftfasten kann kurzfristig zu einer Gewichtsreduktion führen, ist aber keine gesunde, empfehlenswerte oder nachhaltige Methode zum Abnehmen. Auch das Risiko eines Jo-Jo-Effekts ist sehr gross.
Es gibt keine wissenschaftlich anerkannten Studien über die Wirkung einer Saftkur. Auch eine Entgiftung ist nicht nachgewiesen und aus wissenschaftlicher Sicht auch nicht notwendig. Ein gesunder Körper kann sich über Leber, Nieren, Darm, Haut und die Atmung selbst entgiften.
Die Säfte liefern zwar etwas Energie, aber nur in Form von Zucker. Proteine und Fette fehlen. Diese sehr einschränkende Ernährungsweise könnte auch Essstörungen begünstigen.
Was bringt eine 3 Tage Saftkur wirklich?
Bei einer 3-tägigen Saftkur könnte es durch die geringe Zufuhr an Kalorien und dem Verlust von Wasser zu einer kleinen Gewichtsabnahme kommen. Diese ist aber nicht nachhaltig und nicht zu empfehlen.
Was bringt eine Saftkur mit 5 Tagen?
Bei einer Saftkur mit 5 Tagen kann es zu einer Gewichtsabnahme kommen, jedoch ist diese nicht gesund und nicht nachhaltig. Die Gefahr von Muskelabbau besteht. Eine Entgiftung oder weitere Vorteile sind nicht nachgewiesen.
Was darf man während einer Saftkur essen?
Will man eine Saftkur klassisch durchführen, so werden währenddessen keine festen Lebensmittel gegessen. Erlaubt sind Säfte, Wasser und ungesüsster Tee.