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Trockene Luft? So schützen Sie Haut, Haare und Augen

Fliegende Haare, brennende Augen, gereizte Haut: Die trockene Luft macht uns im Winter zu schaffen. Und sie macht uns anfälliger für Viren. Erfahren Sie, wie Sie dem entgegenwirken können.

Das Phänomen lässt sich jedes Jahr wieder beobachten: Sinken draussen die Temperaturen, nimmt die Luftfeuchtigkeit ab. Gelangt die trockene Luft in die meist stark beheizten Büro- und Wohnräume, fällt dort die Luftfeuchtigkeit schon einmal unter 20 Prozent – weil die Feuchtigkeit, die in der warmen Luft enthalten ist, in der kalten Luft schneller verdampft.

Eine gute Luftfeuchtigkeit ist aber aus gesundheitlicher Sicht wichtig. Experten empfehlen Werte zwischen 40 bis maximal 60 Prozent. Bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit besteht Schimmelgefahr, weil sich die überschüssige Feuchtigkeit an kalten Stellen der Wände niederschlägt. Liegt die Luftfeuchtigkeit zu tief, stellen sich bei Haaren, Haut und Augen Trockenheitsbeschwerden ein. Zudem leistet trockene Luft Infektionen Vorschub, weil sie auch die Schleimhäute in der Nase und in den Bronchien austrocknet. Die erste Verteidigungslinie des Immunsystems wird somit empfindlich geschwächt. Das öffnet Grippe- und anderen Viren sowie Bakterien Tür und Tor zu unserem Körper.

«Je trockener unsere Haut und unsere Schleimhäute sind, desto mehr Keime können eindringen und verschiedene Krankheiten auslösen», betont denn auch Edyta Wlodarczyk, Apothekerin und Geschäftsführerin der Medbase Apotheke Thun Panorama-Center.

Wie man sich wappnen kann und welche Mittel bei Trockenheitsbeschwerden eingesetzt werden können, erklärt die Expertin unten. Ralf Carsten Jann, Optometrist bei Misenso, gibt zudem Auskunft darüber, welche Kontaktlinsen sich für trockene Augen besonders eignen und welche Brillen beim Wintersport angesagt sind. Erfahren Sie ausserdem, worauf Sie beim Kauf und bei der Benutzung eines Luftbefeuchters achten müssen.

So halten Sie Haut und Schleimhäute feucht

Lesen Sie die Tipps von Edyta Wlodarczyk, Apothekerin und Geschäftsführerin der Medbase Apotheke Thun Panorama-Center.

Was für eine Wirkung hat die trockene Luft auf uns?

«Unsere Haut, zu der auch die Schleimhäute gehören, ist ein lebendes Organ. Sie verfügt über sehr viele Drüsen und Sensoren», sagt Edyta Wlodarczyk. Wie unsere anderen Organe braucht auch die Haut genügend Wasser, um richtig funktionieren zu können. Aufgrund der trockenen Luft verlieren wir im Winter mehr Wasser über unsere Haut. Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu trinken. «Ein gesunder erwachsener Mensch sollte täglich 2 Liter Wasser zu sich nehmen», lautet daher die Empfehlung von Edyta Wlodarczyk.

Wie lässt sich die Haut vor Austrocknung schützen?

«Benutzen Sie pflegende Mittel, bewegen Sie sich mehr im Freien und übertreiben Sie es nicht mit der Körperhygiene», rät die Expertin. Unter anderem führen tägliches Waschen und Duschen mit Produkten, die Parabene enthalten, zu Hautproblemen. Informieren Sie sich deshalb vor dem Kauf über die Zusammensetzung eines Produkts. Rückfettende Duschgels und Bodylotions können zudem für mehr Feuchtigkeit sorgen. Schützen Sie Ihre Haut auch mit Sonnencreme, etwa wenn Sie Skifahren, Langlaufen, Schneeschuhwandern oder Schlitteln gehen.

«Vergessen Sie auch nicht, dass verschiedene Arzneimittel Einfluss auf unsere Hautgesundheit haben können. Chemo- und Kortisoltherapien sowie Therapien gegen Akne  trocknen die Haut extrem aus», sagt Edyta Wlodarczyk. Menschen mit Diabetes und einer Schilddrüsenunterfunktion brauchen ebenfalls spezielle Hautpflege. «In der Apotheke findet jeder Patient und jede Patientin ein geeignetes Pflegemittel», so die Expertin.

Darüber hinaus gibt es in Medbase Apotheken die Möglichkeit, durch einen HautCheck schnell und unkompliziert eine fachärztliche Diagnose zu erhalten, wenn beispielsweise ein Ausschlag, Rötungen, Schwellungen oder Schuppungen vorliegen. «Jede Medbase Apotheke bietet den HautCheck an. Der Kunde wird von einem Apotheker oder einer Apothekerin betreut, der oder die in Kontakt mit einem Hautarzt steht.» Stellt sich heraus, dass weitere Abklärungen nötig sind, helfen Ihnen die Dermatologen von Medbase gerne weiter.

Wie hält man die Schleimhäute feucht?

«An der frischen Luft zu spazieren, ist ein gutes Mittel gegen trockene Schleimhäute. Ausserdem ist Bewegung sehr wichtig für unseren Körper», sagt Edyta Wlodarczyk. Hilft das nicht ausreichend, gibt es zusätzliche Pflegemöglichkeiten. «Wir empfehlen Nasenspülungen und Nasensprays mit Meersalzwasser. Auch eine Nasensalbe kann sehr gut helfen.»

Ein Luftbefeuchter wirkt trockenen Schleimhäuten ebenfalls entgegen. Viele trocknen auch die Wäsche in der Wohnung oder Verteilen nach dem Duschen den Wasserdampf auf andere Räume. Um Schimmelbildung vorzubeugen ist es aber sinnvoll, die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer zu überwachen.

Auch Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit, denn das Giesswasser wird zu einem grossen Teil wieder an die Raumluft abgegeben.

Befeuchtende Produkte

Was hilft bei Augenbeschwerden?

«Auch hier kann ein Spaziergang wieder sehr hilfreich sein», sagt Edyta Wlodarczyk. «Wenn das nicht ausreicht, kann man Gurkenscheiben oder einen kalten Schwarztee-Beutel auf die geschlossenen Augen auflegen und 5 Minuten wirken lassen.»

Halten die Beschwerden trotzdem an, stehen in der Apotheke verschiedene Mittel zur Verfügung. «Es gibt diverse Augentropfen, Augensalben oder – noch nicht sehr bekannt – liposomale Sprays für das Augenlid.» Letztere lassen sich bequem auf die geschlossenen Augen aufsprühen, selbst wenn man geschminkt ist.

«Was wir natürlich auch nicht vergessen dürfen: Zwei Mahlzeiten pro Woche mit fettigem Fisch sollten auf den Teller», so Edyta Wlodarczyk. «Falls keine Lust auf Fisch besteht, gibt es sehr gute Präparate mit Omega-Fettsäuren.» Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren können vom Körper nicht selber hergestellt werden. Die besagten Fettsäuren sind unter anderem für eine normale Haut- und Schleimhautfunktion notwendig.

Was kann ich tun, wenn ich ständig elektrisch geladen bin?

Man will den Lichtschalter bedienen, den Hund anleinen, um Gassi zu gehen, oder seine Liebsten zum Abschied küssen und zack – es «putzt einem eins». Im Winter ein häufiges Phänomen. «Das ist ein Zeichen für trockene Haare», sagt Edyta Wlodarczyk. «Man sollte die Haare deshalb mit einem Shampoo gegen trockene Haare waschen und am besten mit einem Haaröl pflegen.»

Und was hilft gegen fliegende Haare?

«Das Haar braucht mehr Feuchtigkeit, trinken Sie also mehr Wasser», rät die Fachfrau. «Verwenden Sie zudem ein Shampoo, das mehr Feuchtigkeit spendet. Und massieren Sie auch in diesem Fall ein bisschen Haaröl in die Haare ein.»

Falls Sie sich noch weitere Fragen zu Beschwerden durch trockene Luft haben, stellen Sie sie den Expertinnen und Experten in einer Medbase Apotheke in Ihrer Nähe. Oder fragen Sie online bei unseren Fachleuten nach.

Anatomie von Haut und Haar

So schützen Sie die Augen vor Trockenheit

Trockene Augen? Beschlagene Brillengläser? Ralf Carsten Jann, Optometrist und Ausbildner bei Misenso AG, weiss Rat.

Herr Jann, worauf müssen Linsenträger im Winter achten? 

Es kommt häufig vor, dass die warme Heizungsluft das Auge stärker austrocknet. Hier können wir Optiker helfen. Neben Augentropfen und Sprays können wir besser verträgliche Linsen empfehlen.

Welche Linsen kommen denn in Frage? 

Im Alltag können nur leicht trockene Augen ohne weiteres temporär mit weichen Tageslinsen versorgt werden. Übersteigt die Trockenheit das gesunde Mass, sind formstabile Linsen notwendig – und in der ärztlichen Behandlung sehr selten sogar grosse formstabile Linsen mit einem speziellen Feuchtigkeitsgel. Trockenheit am Auge ist für die Betroffenen ein grosses Leid und bedarf immer einer guten Beratung. Es gibt nicht «die eine Trockenheit», sondern viele Ursachen und Abstufungen. Augenärzte – und auch entsprechend ausgebildete Optiker – wissen, wie Augentrockenheit zu bewerten ist und welche Möglichkeiten zur Behandlung es gibt. 

Wohin geht der Trend bei Befeuchtungs-Produkten?

Augentrockenheit betrifft mittlerweile immer mehr Menschen. Augentropfen und Sprays sind schon recht lange auf dem Markt. Nun gewinnen Nahrungsergänzungsmittel und Lidrandpflege mehr und mehr an Bedeutung. Mein persönliches Highlight dieses Jahr war ein neuer Spray mit Sanddorn. Als Nahrungsergänzung zur Optimierung der Schleimhaut ist Sanddorn bereits seit langem bekannt, als Augenspray eher noch ein Newcomer. Ich habe den Spray in Absprache mit dem behandelnden Augenarzt bei meiner Tochter angewendet, die seit einem Jahr eine chronische Bindehautentzündung hatte. Der Erfolg war beeindruckend. Als Unterstützung beim trockenen Auge kann er in jeder Apotheke gekauft werden.

Was macht Brillenträgern in der kalten Jahreszeit zu schaffen?

Brillengläser beschlagen, das beeinträchtigt die Sicht. Es gibt eine Vielfalt an Produkten, die eine Verbesserung versprechen – zum Beispiel spezielle Brillengläser, die mit einer technischen Optimierung versehen sind. Allerdings muss diese mit einem Extra-Pflegetuch aktiviert werden. Es gibt auch Tücher für reguläre Brillengläser, die helfen – und der eine oder andere Brillenspray hält ebenfalls, was er verspricht. 

Wie wirken die Tücher und Sprays überhaupt?

Sie sorgen für einen dünnen Ölfilm auf dem Brillenglas und verhindern damit die Tröpfchenbildung. Allerdings nehmen einige Kunden dadurch ihre Brillengläser nicht mehr als 100 Prozent sauber wahr. Und im Grunde haben sie ja auch recht. Ich verwende mein Anti-Fog-Tuch nach Bedarf und nicht dauerhaft. Damit erziele ich die beste Wirkung.

Und welche Brille eignet sich für den Wintersport? 

UV-Schutz, UV-Schutz, UV-Schutz – das ist eindeutig das Wichtigste, das man braucht. Kaufen Sie beim Augenoptiker eine Wintersportbrille, dürfen Sie erwarten, dass diese das berücksichtigt. Die Tönung sollte der Situation angepasst sein, Ihnen aber auch gefallen. Für eine Gletscherwanderung empfiehlt sich allerdings eine Sonnenbrille mit Cat-4-Gläsern. Das sind die dunkelsten, die erhältlich sind. Sie beugen einer Schneeblindheit vor. Eine gute Sonnenbrille ist aber das ganze Jahr wichtig, und das nicht nur beim Sport.

Anatomie des Auges

Marc Wenk
Wir unterscheiden zwischen Verdunstern, Verdampfern und Ultraschallverneblern.
Marc Wenk, Luftbefeuchter-Experte, Category Field Manager Health/Wellbeing bei melectronics

Darauf müssen Sie beim Luftbefeuchter achten

Kämpft man aufgrund der trockenen Winterluft mit Beschwerden, liegt der Gedanke nah, sich einen Luftbefeuchter zuzulegen. Welche Arten gibt es aber überhaupt? «Wir unterscheiden zwischen Verdunstern, Verdampfern und Ultraschallverneblern», erklärt Marc Wenk, Category Field Manager Health/Wellbeing bei melectronics.

Jede Sorte von Befeuchter habe ihre Vor- und Nachteile. «Verdampfer sind sehr effektiv und benötigen durch die Hitze keinen Filter. Aber sie brauchen sehr viel Strom und können in einem Kinderzimmer gefährlich werden. Und man benötigt zusätzlich einen Hygrostat, sofern keiner eingebaut ist», so der Fachmann.

Verdunster (hier noch ein weiteres empfehlenswertes Beispiel) seien dagegen sehr stromsparend. «Die Filter müssen aber ein- bis zweimal Mal pro Saison ersetzt werden. Weil die Geräte eine träge Befeuchtung haben, braucht man meistens keinen Hygrostat.»

Und wie sieht es mit den Ultraschallverneblern aus? «Diese Geräte sind leise und geben einen sichtbaren Nebel ab», sagt Marc Wenk. «Die Filter müssen auch hier ein- bis zweimal pro Saison ersetzt werden. In der Regel werden Ultraschallvernebler mit eingebauten Hygrostat verkauft.»

Wer an einem Ort wohnt, wo das Wasser viel Kalk enthält, sollte sich den Kauf aber gut überlegen. Wenk: «Sehr hartes Wasser kann zu einem weissen Niederschlag führen.»

Sind Sie sich nicht sicher, welche Luftbefeuchtergrösse für Ihre Zwecke geeignet ist: Die Angaben auf der Verpackung helfen weiter. Wenk: «Bei jedem Luftbefeuchter wird angegeben, für welche Raumgrösse das Gerät gedacht ist.»

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veröffentlicht am 17.11.2021, angepasst am 31.01.2022

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