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Was macht die Haut lichtempfindlich?

Bestimmte Pflanzen, Medikamente und hormonelle Veränderungen können zu schweren Sonnenbränden führen oder fleckige Pigmentierungen hervorrufen.

Gärtnern tut der Seele gut – aber der Haut nicht unbedingt. Wer zum Beispiel Bärenklau mit dem Rasentrimmer zerhäckselt, kann böse Überraschungen erleben. Denn der Saft des Bärenklaus enthält chemische Substanzen, die bei UV-Bestrahlung durch die Sonne eine sogenannte phototoxische Reaktion in der Haut auslösen.

Die Haut reagiert dann viel empfindlicher auf die Sonnenstrahlung und es kann – sogar erst 36 Stunden später – zu einem massiven Sonnenbrand kommen. Noch nach Wochen sind dort, wo der Saft auf die Haut gespritzt ist, unter Umständen fleckige, unregelmässige Hautpigmentierungen zu sehen. Selbst bei schwacher Sonneneinstrahlung kann es zu solchen Hauterscheinungen kommen.

Welche Pflanzen begünstigen Sonnenbrand?

Tipps
  • Bei Kontakt mit dem Saft von phototoxisch wirkenden Pflanzen die Haut gut mit Wasser und Seife waschen. Danach für zwei Tage die Sonne meiden und die Haut gut mit Sonnencreme schützen. 
  • Wer Medikamente nimmt, die bekannt sind für Photosensitivitätsreaktionen, sollte pralle Sonnenbestrahlung meiden und sehr gut auf wirksamen Sonnenschutz achten.
  • Während der Schwangerschaft keine Bleichcreme gegen Pigmentflecken benützen.

Bärenklau gehört zu den sogenannten Doldenblütlern, von denen es über 3’000 Arten gibt. Sellerie, Fenchel, Anis und Pimpinella zählen ebenfalls dazu. Auch andere Doldenblütler enthalten solche phototoxisch wirkenden Stoffe.

Aufpassen muss man also nicht nur beim Bärenklau, sondern auch bei Petersilie, Dill, Anis, echtem Sellerie und echtem Koriander, manchen Wiesengräsern, Schierlingskraut und den Blättern von Rüebli-Pflanzen, schreiben die «Kinderärzte im Netz» auf ihrer Website.

Auch Zitrusgewächse (Zitrone, Limette), Feigen, Maulbeeren, Bergamotte enthalten phototoxische Substanzen. «Früher wurde Bergamotte-Öl zum Bräunen verwendet. Davon muss man aber sehr abraten», sagt Milada Touzil, Fachärztin für Dermatologie und Phlebologie FMH, Medbase Zürich Wiedikon.

(Fortsetzung weiter unten…)

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Manche Arzneimittel können zu starkem Sonnenbrand führen

Zu Hautreaktionen bei Sonnenbestrahlung kann es auch nach der Einnahme bestimmter Medikamente kommen. Die bekanntesten Beispiele, die eine solche «Photosensitivitätsreaktion» auslösen, sind das Antibiotikum Doxycyclin, das Antidepressivum Johanniskraut und das Herzmedikament Amiodaron. Kranke, die solche Medikamente nehmen, müssen auch aufpassen, wenn sie in der Nähe eines Fensters liegen oder Auto fahren. Die Sonnenstrahlung, die durch das Fenster fällt, kann für einen schweren Sonnenbrand genügen.

Pigmentflecken wegen hormoneller Veränderungen

Hormonelle Veränderungen sind hingegen an den Pigmentflecken während der Schwangerschaft schuld. Sie aktivieren jene Zellen in der Haut, die für die Bräunung zuständig sind. An sonnenexponierten Stellen – meist im Gesicht – kommt es dann zu fleckigen, bräunlichen Verfärbungen, die nach der Geburt mehr oder minder schnell verblassen. Guter Sonnenschutz reduziert die Wahrscheinlichkeit für solche Pigmentflecken.

von Dr. med. Martina Frei,

veröffentlicht am 26.04.2022


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